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Neues Buch über Stift Göttweig und seinen Gründer erschienen

Neues Buch über Stift Göttweig und seinen Gründer erschienen

Paudorf-Göttweig, 11.01.2018 (dsp) "Pilger, Reformer und zentrale päpstliche Vertrauensperson im deutschen Reich." So beschreibt Kardinal Christoph Schönborn Bischof Altmann von Passau (ca. 1015-1091) in seinem Grußwort zur neu erschienen Biografie "Altmann - Bischof von Passau und Gründer des Doppelstifts Göttweig".

Der Autor P. Udo Fischer informiert nach 15 Jahren Recherche auf 484 Seiten über das Leben und Wirken des einst mächtigen deutschen Erzbischofs, der als einziger Bischof der einstigen Großdiözese Passau als Heiliger verehrt wird. (Wiewohl er nie offiziell heilig gesprochen wurde.) Neben Schönborn liefern u.a. die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der Göttweiger Abt Columban Luser Grußworte zum Buch.

Für Kardinal Schönborn bleibt Altmann auch heute von historischer Bedeutung; vor allem wegen seiner Rolle als Klostergründer und Reformer des Klerus und des klösterlichen Lebens. So hat der Bischof neben dem Stift Göttweig auch St. Nikola in Passau, Rottenbuch und vermutlich auch Stift Reichersberg in Oberösterreich mitbegründet. Außerdem förderte Altmann die Seelsorge durch bessere Priester-Ausbildung. - P. Udo Fischers Buch enthält neben biografischen Hintergrundinformationen auch archäologische und historische Befunde über die Kloster- und Kirchengründungen des einstigen Bischofs.

Einige historische Details zu Göttweig: Der Berg Göttweig war seit mindestens 2.000 v. Chr. phasenweise immer wieder besiedelt, wie archäologische Funde beweisen. Vorchristliche Kultstätten werden auf ihm vermutet. Im 9. Jahrhundert war Göttweig ein markanter Grenz-Berg des umfangreichen Salzburger Besitzes im niederösterreichischen Zentralraum. Seit diesem Jahrhundert stand auf dem Berg auch eine Holzkirche, die dem Hlg. Georg geweiht war.

1083 gründete Bischof Altmann Stift Göttweig als Doppelkloster, also für Männer und Frauen. Der Teil des Klosters, in dem die Frauen lebten, befand sich im Fladnitztal. Die Mitglieder der Gemeinschaft lebten nach der Regel des Augustinus, doch bereits elf Jahre später wurde das Chorherrenstift in eine Benediktinerabtei umgewandelt.

Bischof Altmann starb 1091 und wurde in Göttweig begraben. Seine Reliquien befinden sich heute in einem kostbaren barocken Schrein in der Krypta der Stiftskirche. 1135 schrieb ein Göttweiger Mönch die "Vita Altmanni" und wollte mit dieser Biografie "ein Licht, das lange schon unter dem Scheffel verborgen ist, kommenden Jahrhunderten als Leuchte vor Augen stellen". Das vom Paudorfer Pfarrer Udo Fischer herausgegebene Buch will dem Beispiel des Mönchs folgen.

(Infos zum Buch bzw. Bestellungen: Pfarre Paudorf, 3508 Paudorf, Hellerhofweg 7; 02736/340; )