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Neue Dekanatsvertreter der Pfarrgemeinderäte trafen sich erstmals mit Diözesanleitung

St. Pölten, 17.03.2018 (dsp) Am 19. März 2017 fanden österreichweit die Pfarrgemeinderatswahlen statt, danach wählten die Pfarrgemeinderäte ihre Vorstände und diese bestimmten wiederum die Vertreterinnen und Vertreter der 20 Dekanate. Diese trafen sich jetzt erstmals mit der Diözesanleitung im St. Pöltner Bildungshaus St. Hippolyt.

Sie stellten sich einander vor, verschafften sich einen Überblick und präsentierten ihre Dekanate sowie deren Sorgen, Anliegen und Wünsche. Als Herausforderung wurde etwa der Priestermangel immer wieder angesprochen. Das Begegnungstreffen zeigte auch die Buntheit der Diözese: etwa urban und ländlich.

Bischof Klaus Küng: „Ihr habt alle eine große, wichtige und schöne Aufgabe.“ Wichtig sei, den Menschen den Weg zu Gott zu zeigen. Die große Herausforderung sei die Gewinnung und Befähigung der Familien. Weiters müssten die Jugendlichen angesprochen werden. Dazu gebe es positive Signale. Es müsse das Feuer brennen und neu entzündet werden, das liege an uns allen als Christen. Bischof Küng zeigte sich beeindruckt, dass er in all seinen Jahren als Bischof Menschen gefunden und getroffen habe, denen die Kirche wichtig sei.

Generalvikar Eduard Gruber empfahl den Blick nach oben sowie den Blick auf das, was an Positivem in der Kirche da ist. Er sprach die neu gegründeten Pfarrverbände und Kooperationen an und bat darum, dass die Priester nicht zu sehr gestresst werden, sondern auch Zeit haben, nach der Heiligen Messe zu reden. Die Kirche solle im Dorf bleiben, vor Ort soll getan werden, was möglich sei. Die Menschen sollten nicht weit weg- oder fortgeschickt werden. Wichtig sei, dass sie die Freude an der Eucharistie spüren.

Bischofsvikar Helmut Prader betonte die Bedeutung der Familien für die Glaubensweitergabe. Grundlagen wie Grundgebete oder das Kreuzzeichen würden in den Familien gelegt. Dafür brauche es Voraussetzungen. Das sei zum Beispiel wesentlich gegeben, wenn sich junge Familien in den Pfarren treffen. Wir alle sollten dazu Familien unterstützen und helfen, den Glauben weiterzugeben. Die Familie sei die kleinste Zelle der Kirche, die es zu fördern gelte.

Bischofsvikar Gerhard Reitzinger: „Das Tun in den pfarrlichen und diözesanen Gremien sollte eine Bereicherung sein, nicht eine Belastung.“ Er frage sich: Wie kann man Glauben und Vertrauen heute lernen? Dies müsse immer wieder neu eingeübt werden und zwar gemeinsam. Für unser pastorales Handeln gelte es, das Handeln auf Gott, die Mitmenschen und sich selber zu richten. Und man solle nicht nur auf die eigene Pfarre schauen, sondern auch auf die Nachbarpfarre und darüber hinaus.

„Kooperation ist das Zukunftswort“, fasste Johann Wimmer, Direktor der Pastoralen Dienste, zusammen. Das Begegnungstreffen im Hippolythaus diente auch zur Vorbereitung auf den neuen Pastoralrat, dem größten Beratungsgremium der Diözese. Der Pastoralrat setzt sich zusammen aus der Diözesanleitung, den gewählten Dekanatsvertreter/innen sowie Repräsentanten von diözesanen Organisationen. Wimmer: Es gelte für 422 Pfarren zu denken. Wir Christen sollten ein Stück weit Sauerteig sein, der bewegt und die Gemeinden mit unserer Würze und unserem Glauben durchsäuert. Die Methode dazu heiße: sehen, urteilen und praktische Folgerungen vorschlagen.

Von der Diözese hieß es weiters: Wir brauchen einander und müssen uns auch überlegen, wie wir das Zuhause in den Pfarren umsetzen können.