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Nach Kircheneinsturz in Rom ermittelt Staatsanwaltschaft

Nach dem Einsturz einer Kirche im Herzen Roms ist die Ursache weiter unklar. Es sei zu früh, sich auf eine Hypothese zu versteifen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr laut dem italienischen Sender "Sky tg24" am Freitag. Unterdessen nahm die römische Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen möglicher Versäumnisse bei der Instandhaltung auf.

Laut Medienberichten waren das Dach und die Fassade der Kirche San Giuseppe dei Falegnami erst 2015 im Auftrag der Diözese restauriert worden.

Die Bergung der Kunstwerke aus der 1663 vollendeten Barockkirche sollte laut der Feuerwehr im Lauf des Freitag abgeschlossen werden. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich weitere Teile aus der fast völlig eingebrochenen Decke lösten, so der Sprecher. Wegen am Wochenende erwarteten Regens müsse das ganze Gebäude abgedeckt werden.

Der zuständige Leiter der römischen Antikenbehörde, Francesco Prosperetti, sagte der Internetseite "Laziochannel.it", der unter der Kirche gelegene antike Mamertinische Kerker sei unbeschädigt. Die darüberliegende Kreuzigungskapelle habe als Puffer gewirkt, so der Archäologe. Der sogenannte Carcer Mamertinus diente vor über 2.000 Jahren als Staatsgefängnis. Unter anderem waren dort der gallische Rebell Vercingetorix und der jüdische Freiheitskämpfer Simon bar Giora inhaftiert.

"Plötzlich und völlig unvorhersehbar"

In einer schriftlichen Erklärung der Diözese am Freitag hieß es, der Einsturz sei "plötzlich und völlig unvorhersehbar, ohne jegliches Vorzeichen" erfolgt. Technische Mitarbeiter der Diözese beteiligten sich aktuell an der Sicherung des Gebäudes. Für Rückfragen nach früheren Kontroll- und Wartungsarbeiten war die kirchliche Pressestelle nicht zu erreichen.

Am Wochenende sollte in San Giuseppe laut Medienberichten eine Trauung mit 150 Gästen stattfinden. Die Barockkirche in einem malerischen Winkel am Rand des Forum Romanums und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kapitolhügel war als Hochzeitskirche beliebt.

(31.08.2018, KAP)