Bischof Schwarz weiht den Altar der Pfarrkirche Mank
Heiliger Nikolaus
Adventkranz
 
 

Kremser Schmidt, Krippen und Gold: Advent und Weihnachten im Diözesanmusem St. Pölten

Bischof Alois Schwarz mit Bürgermeister Matthias Stadler und Direktor des Diözesanmuseums Wolfgang Huber

St. Pölten, 30.11.2018 (dsp) Mit historischen Krippen, weihnachtlichen Meisterwerken des Kremser Schmidt und Einblicken in das Vergolderhandwerk startet das Diözesanmuseum St. Pölten in den Advent: die diesjährige Weihnachtsausstellung vereinigt gleich drei Themenbereiche, die inhaltlich und gestalterisch in unterschiedlicher Weise aufeinander und auf Weihnachten bezogen sind.

Kremser-Schmidt-Jahr geht zu Ende

Im zu Ende gehende Jubiläumsjahr dürfen Werke des Kremser Schmidt nicht fehlen: „Die gezeigten Gemälde mit weihnachtlichen Motiven des Steiner Meisters vereinen die märchenhaft romantische Stimmung mit volkstümlicher Andacht“, verweist Direktor Wolfgang Huber auf die Gelegenheit, erneut in das Oeuvre des barocken Malers einzutauchen. Dazu passend bilden Weihnachtskrippen aus Niederösterreich und den nördlichen Nachbarländern Böhmen und Mähren einen weiteren Blickpunkt der Weihnachtsausstellung. Es sind zumeist Leihgaben verschiedener öffentlicher oder privater Sammlungen, wie die „Eggenburger Krippe“ aus den Niederösterreichischen Landessammlungen. Zu sehen ist auch die „Wiener Krippe“ aus der Sammlung Kaplan aus dem Jahr 1885.

Vergolder als „Ärzte der Heiligen“

Mit den in den letzten Jahren erfolgten Restaurierungen dieser Krippen ist eine direkte Verbindung zum Vergolder-Handwerk und damit zur einzigartigen Sonderausstellung gegeben. Mit zahlreichen Exponaten wird die jahrhundertelange Bedeutung dieses für die sakrale Kunst so wichtigen Handwerks das erste Mal im deutschsprachigen Raum umfassend vorgestellt. So ist auch der erste urkundliche Nachweis des Vergolder-Handwerks in Niederösterreich aus dem Jahr 1549 im Kremser Stadtarchiv in der Ausstellung zu sehen. Die verschiedenen Techniken, die Materialien und Werkzeuge sowie die vielfältigen Anwendungsbereiche der Vergolder- und Staffiererkunst werden anschaulich präsentiert. Bischof Alois Schwarz nimmt die Eröffnung der Ausstellung vor. Im Grußwort des Ausstellungskataloges spricht er von der Beziehung und Verbindung von Glaube und Gold: "Gold ist für uns als Kirche eine komplexe Angelegenheit: da ist schnell vom Reichtum und von der Ausbeutung die Rede, von Luxus und Privileg. Für mich sind die Gedanken aber andere: Gold ist weniger Reichtum, als vielmehr ein Bodenschatz, ein Schöpfungsschatz, ein Geschenk des Schöpfers an unsere Wirklichkeit“, so Schwarz. "Gold ist in unserer immer sprachloser werdenden, grauen Welt auch wieder Verkündigung für die Augen und die Seele“.

2017 wurde das Vergolder- und Staffiererhandwerk in die Unesco-Liste der immateriellen Kulturgüter aufgenommen und damit der Wert und die Bedeutung dieses traditionellen Handwerks für unser kulturelles Erbe auf höchster Ebene ausgezeichnet.

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:

1. Dezember 2018 – 2. Februar 2019

DI-FR 9-12 Uhr, 13-15 Uhr

SA, SO und Feiertag 10-15 Uhr

Infos unter www.dz-museum.at