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Kirchliche Bildungshäuser sind wichtig für die Regionen

St. Pölten, 23.07.2018 (dsp) Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Bildungshäuser Österreich zeigt in einer aktuellen Studie auf, wie positiv sich Bildungshäuser und deren Leistungen auf die jeweilige Region auswirken: als Arbeitgeber, Nachhaltigkeitsförderer und natürlich als Bildungsfaktor. Darauf verweist auch Erich Wagner-Walser, Direktor des St. Pöltner Bildungshauses St. Hippolyt und Vorstandsmitglied in der ARGE.<--break->


Laut der Studie kommen im Schnitt drei von vier Bildungshaus-Mitarbeiter aus der jeweiligen Region - deutlich mehr als bei sonstigen Arbeitgebern in Österreich, denn im Durchschnitt arbeiten laut Statistik Austria (2015) mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer nicht in ihrer Wohngemeinde. Mit dem hohen Frauenbeschäftigungsanteil von 70 Prozent und einer Teilzeitquote von 37 Prozent seien Bildungshäuser gerade auch für junge Eltern ein wichtiger Beschäftigungsort.

Soziale Verantwortung wird der Studie zufolge auch in anderen Bereichen großgeschrieben: Mehr als 50 Prozent der Bildungshäuser führen etwa Sammelaktionen oder Benefizkonzerte für Bedürftige durch, betreuen Flüchtlingsfamilien bzw. stellen für sie Unterkünfte bereit, setzen "Green Care"-Aktivitäten oder schaffen für Langzeitarbeitslose Praktikumsstellen.

Arbeit nach ökologischen Richtlinien

Weiters bemerkenswert: Drei Viertel der in der ARGE vertretenen Bildungshäuser erlegen sich strenge ökologische Richtlinien auf. 41 Prozent von ihnen setzen auf Fernwärme, 35 Prozent auf Hackschnitzelanlagen, die sie zum Teil selbst betreiben. Ökostrom wird von zwei Drittel der Bildungshäuser bezogen, fünf haben sogar eine eigene Photovoltaikanlage installiert und decken ihren gesamten Strombedarf selbst ab. Damit werde auch die Gratisversorgung von Elektro-Fahrzeugen unterstützt. Viele Bildungshäuser unterstützen außerdem durch Mitfahrbörsen oder Transferdienste eine ökologisch verträgliche Anreise der Bildungshausgäste.

Der Einkauf von regionalen Lebensmittel und Produkten ist für alle Bildungshäuser "fast selbstverständlich", wie aus der Studie weiter hervorgeht. Die Hälfte bietet biologische und Fair-Trade-Produkte an.

Die "Arbeitsgemeinschaft Bildungshäuser Österreich" ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, dessen 19 Mitglieder Bildungshäuser in unterschiedlicher Trägerschaft sind (Diözesen, Orden, Kammern, Länder, Vereine). Die Bildungshäuser decken ein breites Spektrum an weltanschaulichen Positionen ab, die vom christlich-humanistischen bis zu einem überkonfessionellen Menschenbild reichen, wie es im Leitbild heißt. Neben dem Don-Bosco-Haus in Wien gehören etwa in Niederösterreich die Bildungshäuser Stift Zwettl und St. Hippolyt und in Oberösterreich Schloss Puchberg dazu. (Info: www.arge-bildungshaeuser.at)