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Kirche in Not: Weihnachtskampagne ist Christen in Syrien gewidmet

Mann hebt umgefallenes Kreuz auf

St. Pölten, 18.12.2018 (dsp) „Kirche in Not“ wird die verschiedenen christlichen Gemeinschaften in Syrien in ihrer Weihnachtsaktion unterstützen. Denn, die Christen in Syrien sind ernstlich durch die Auslöschung bedroht.

Vor dem Krieg machten sie mit knapp 2,5 Millionen etwa 10 Prozent der Bevölkerung aus. Zwar ist es schwierig, genaue Angaben zu machen, aber Schätzungen zufolge ist die Zahl der Christen auf ungefähr 700.000 gesunken. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von nur noch 3 bis 4 Prozent.

Der starke Rückgang ist eine Folge der Katastrophe, die durch den blutigen Bürgerkrieg verursacht und durch die offene Verfolgung durch extremistische Gruppierungen wie dem sogenannten „Islamischen Staat“ und Al-Kaida verschärft wurde.

„Kirche in Not“ zielt auf die Finanzierung von Not-, Wiederaufbau- und Pastoralhilfeprojekten ab, sowie Programme, die sich besonders an Kinder und Jugendliche richten, im Gesamtwert von 15 Millionen Euro:

  • Nothilfe: Lebens- und Arzneimittel, Hygieneprodukte, Zuschüsse für Miet- und Stromkosten für vertriebene Familien.
  • Wiederaufbau insbesondere von Häusern christlicher Familien, die in ihre Heimatorte zurückgekehrt sind, sowie zur Infrastruktur gehörende Gebäude inklusive Kirchen und Klöstern.
  • Pastorale Hilfe: Existenzhilfe für Priester und Ordensschwestern, Ausbildung und seelsorglichen Betreuung, ebenso wie Programme als Begleitung nach erlittenen Traumata
  • Für Kinder und Jugendliche ist Hilfe durch Stipendien und Schulmaterial geplant.
  • Dazu kommen Programme, die dazu dienen, Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren mit Milch zu versorgen. Außerdem werden Weihnachtsgeschenke an mehr als 15.000 Kinder verteilt.

Der Weihnachtskampagne geht eine symbolische Aktion voraus, bei der 50.000 Kinder aus den Gemeinden der verschiedenen christlichen Konfessionen in Damaskus, Homs, Marmarita, Aleppo, Hasaka, Tartus und Latakia für den Frieden in ihrem Land Kerzen anzünden.

„Mit dieser Aktion möchte Kirche in Not an diesem Weihnachtsfest den syrischen Christen in ihrer dramatischen Lage, unter der sie leiden, Trost spenden. Denn der Friede ist noch nicht überall hingekommen. Gleichzeitig möchte das Hilfswerk die Herzen aller Menschen guten Willens anrühren und die Welt mobilisieren, damit dieser von der Auslöschung bedrohten Gemeinschaft geholfen wird, in ihrer Heimat zu bleiben“, erklärt Thomas Heine-Geldern, der geschäftsführende Präsident von Kirche in Not.

Aus Syrien kommt Dank für die Initiative: „‚Kerzen für den Frieden in Syrien‘ ist eine wirklich schöne und symbolträchtige Idee. Wir müssen beten und zusammenhalten, damit wir alle Herausforderungen hier in Syrien meistern können“, so der griechisch-orthodoxe Bischof Demetrios Charbak von Banyas.

Kirche in Not ist eine Stiftung, die ausschließlich von privaten Wohltätern auf der ganzen Welt finanziert wird und jährlich mehr als 5.000 Projekte für verfolgte und notleidende Christen in mehr als 160 Ländern unterstützt. Seit dem Beginn des Bürgerkrieges in Syrien 2011 hat sie in Syrien Projekte für rund 29,5 Millionen Euro finanziert.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie unter: www.syrien.kircheinnot.at

Um den Menschen in Syrien weiterhin beistehen zu können, bittet Kirche in Not um Spenden – online hier oder auf folgendes Konto:
Empfänger: Kirche in Not
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Christen in Syrien