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Kinderspielstadt: Über 1200 Kinder eroberten St. Pöltner Dom-Areal

Kinderspielstadt: Über 1200 Kinder eroberten St. Pöltner Dom-Areal

St. Pölten, 23.09.2018 (dsp) Anlässlich des Weltkindertages wurde das St. Pöltner Dom-Areal zur Kinderspielstadt. Mit über 1200 Kinder war das Gelände heuer zum 5. Mal fest in Kinderhänden – trotz herbstlicher Temperaturen. Außerdem brachten sie viele Familienangehörige mit. Über 300 Ehrenamtliche arbeiteten mit und der Einritt war frei. An der Organisation beteiligten sich kirchlicherseits ua. die Dompfarre, der Katholische Familienverband und die diözesane Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie. Außerdem waren die Stadt St. Pölten, die Wirtschaft und der Familienbund stark eingebunden. Prominente Ehrengäste waren Weihbischof Anton Leichtfried oder Bürgermeister Matthias Stadler.

Die Initiatoren verweisen auf die „Unvergleichlichkeit“ des Areals: es ist einerseits mitten in der Stadt und andererseits doch ideal abgeschlossen. Ganz wichtig war den Organisatoren der multikulturelle Aspekt. Die pädagogische Projektleiterin und diözesane Mitarbeiterin Anita Nussmüller: „Es gab viele teilnehmende Migrantenkinder, aber auch Angebote fremder Kulturen, wie etwa einen orientalischen Naschmarkt. Ideal ist sicherlich die Nähe zum Hauptbahnhof, dadurch kamen Familien aus verschiedensten Regionen.“ Sie freue sich über die entspannte, fröhliche Atmosphäre.

In der Kinderspielstadt wurde gearbeitet und konsumiert, Spielgeld verdient und wieder ausgegeben. Versteckte Plätze beim und im Dom konnten erforscht werden, der Kreuzgang und vieles mehr. Der Dom wurde also als spezieller Ort eingebunden.

Prädikat: pädagogisch wertvoll und gleichzeitig Spiel, Spaß und Spannung, heißt es von Nussmüller von der diözesanen Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie. Das Ziel sei ganz einfach: „Kinder und Familien sollen eine schöne Zeit verbringen!“ Heuer habe, so Nussmüller, der Sport viel Platz eingenommen: Von Football über Kinderkarate bis hin zum Reiten. Auch die Blaulichtorganisationen Rotes Kreuz, Feuerwehr und Polizei waren wieder dabei und wollten die Kinder spielerisch erziehen: etwa in den Bereichen Verkehr oder Brandschutz. Die jungen Leute konnten auch Radio machen oder sich als Friseure betätigen. Auch Theater stand auf dem Programm.

Wie funktioniert diese Kinderspielstadt eigentlich?

Es ging los beim Eingang, wo die Kinder einen Brustbeutel, einen Spielepass und ein Startbudget erhielten. Ausgestattet mit Tasche, Spielepass und Startgeld konnten die 1200 Kinder in der Kinderspielstadt bei den rund 30 verschiedenen Stationen arbeiten und das verdiente Geld auch wieder verbrauchen. In jeder angebotenen Spielestation entschieden die Kinder also selbst, ob sie Geld dazu verdienen oder ausgeben – je nach Art ihrer Tätigkeit. Wollten sie zum Beispiel einen Blumenteppich legen oder die Mama frisieren, so ist das bezahlte Arbeit und sie erhielten Spielgeld. Oder wollten die Kinder geschminkt werden oder lernen, wie man sich selbstbewusst verteidigt, so zahlten sie dafür mit ihrem Spielgeld.