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Katholische Männerbewegung-Vertreter bei Heiligsprechung von Erzbischof Romero

Statue von Oscar Romero

Rom, 11.10.2018 (dsp) Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung (KMB) der Diözese St. Pölten und Österreichs, nimmt an der Heiligsprechung von Erzbischof Oscar Romero am Sonntag in Rom teil. Die KMB bringt den ermordeten Bischof oft ins Bewusstsein.

„Erzbischof Oscar Romero war die Stimme der Armen und Benachteiligten in El Salvador und einer der bedeutendsten Kirchenmänner Lateinamerikas. Romero wurde im Auftrag der Regierung von der Armee ermordet, weil er sich für das Volk und  für die vom Volk geforderte soziale Gerechtigkeit und die Einhaltung der Menschenrechte einsetzte. Wir freuen uns über seine Heiligsprechung am kommenden Sonntag. Wir werden in Rom mit einer kleinen Delegation bei Romeros Heiligsprechung dabei sein“, so Leopold Wimmer.

Preis zu Ehren Romeros

Für die Katholische Männerbewegung und deren entwicklungspolitische Aktion SEI SO FREI ist Romero ein stets aktuelles Vorbild für Zivilcourage. In Erinnerung an Erzbischof Romero, der für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen in seinem Land eintrat und sich damit in Opposition zur damaligen Militärdiktatur in El Salvador stellte, vergibt die Katholische Männerbewegung seit 1981 den mit 10.000 Euro dotierten Romero-Preis an Personen, die sich in besonderer Weise für Gerechtigkeit, Menschenrechte und Entwicklung in Afrika und Lateinamerika einsetzen.

Romero-Preisträger Altbischof Kräutler

„Romero wurde erschossen, weil er sich für seine Mitmenschen, für sein Volk, eingesetzt hat“, meint der emeritierte Bischof Erwin Kräutler. Wie Oscar Romero steht auch der austrobrasilianische Bischof auf einer Todesliste, weil er sich seit Jahrzehnten für die Rechte der indigenen Bevölkerung und gegen die Zerstörung des Amazonasgebiets einsetzt. Für seinen Einsatz bekam Kräutler im Jahr 1988 den Romero-Preis. Weitere Preisträgerinnen und Preisträger sind unter anderen Pedro Casaldáliga (1986), Waris Dirie (2004), Padre Gabriel Mejia (2008) und die verstorbene Tiroler Ärztin Dr.in Maria Schiestl (2016).

Foto: Statue vom Romero-Preis