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Katholische Männerbewegung Österreichs feiert ihren 70er

An ihre Anfänge vor 70 Jahren - am 13. Mai 1948 in Lambach (OÖ) - hat die Katholische Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) erinnert. Gegründet wurde die mit heute rund 30.000 Mitgliedern größte Männerorganisation Österreichs auf einer Tagung der Diözesanmännerwerke als "Katholisches Männerwerk Österreichs".

Von Anfang an habe die KMB ihre Arbeit als "Beitrag zur aktiven Mitgestaltung von Gesellschaft und Kirche aus dem Geist des Evangeliums" verstanden, so KMBÖ-Vorsitzender Leopold Wimmer in einer Aussendung. Am 23. Juni findet am KMB-"Geburtsort" Lambach ein Fest anlässlich des 70-Jahr-Jubiläums statt.

Die Katholische Männerbewegung biete Männern Raum zur Begegnung sowie Unterstützung in verschiedensten Lebenssituationen an, so Wimmer weiter. Sie begleite Männer ganzheitlich, gebe regelmäßig Impulse zur Männerpastoral in Österreich und gestalte diese aktiv und gemeinsam mit Männern. In den vergangenen sieben Jahrzehnten hätten sich entsprechend den sich wandelnden Lebenssituationen der Männer immer wieder neue Herausforderungen gestellt. Die KMB werde auch in Zukunft all "das aufgreifen, was Männer bewegt", versicherte Wimmer.

Ein Eckpfeiler des Engagements ist die Entwicklungszusammenarbeit der Einsatz für eine gerechte Welt mittels einer bundesweiten Spendenaktion unter dem Namen "Sei so frei". 1958, in Zeiten des wirtschaftlichen Wiederaufbau Österreichs habe die KMB dazu den Grundstein gelegt, als sie dem Hilfsappell des damaligen Bischofs der indonesischen Insel Flores folgte. Aus einer einmaligen Spendenaktion wurden zunächst "Bruder in Not" und die Adventsammlung. 1967 wurde die KMB als Gründungsmitglied des Österreichischen Entwicklungsdienstes - heute "Horizont3000" - zur Geburtshelferin einer der bedeutendsten Personalentsende-Organisationen Europas. 1983 stieg die KMB als Gesellschafterin bei der "EZA Fairer Handel GmbH" ein und hält heute 60 Prozent der Anteile.

Die Durchsetzung von Menschenrechten würdigt die Männerbewegung seit 1980 mit dem Erzbischof-Romero-Preis. Durch dessen alljährliche Vergabe wird das gesellschaftspolitische und soziale Engagement des Preisträgers anerkannt und mit den verliehenen 10.000 Euro gestärkt.

Das Leben des Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter ist für die Katholische Männerbewegung ein weiterer "Anlass, ein klares Zeichen für Zivilcourage zu setzen": Seit 2007 ist die Sternwallfahrt in dessen Heimatort - nach St. Radegund - jedes Jahr im Mai ein Fixpunkt im Kalender der KMB.

In den vergangenen Jahren sei die Väterarbeit ein wichtiger Schwerpunkt geworden, teilte die KMB mit. Zuletzt war sie an der Gründung des Dachverbands Männerarbeit Österreichs (DMÖ) beteiligt.

Jedes Jahr findet seit 1986 eine Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung statt - zu Jahresthemen wie Toleranz. "Respektvoll miteinander in der Kirche und in der Gesellschaft umzugehen, das ist der KMB sehr wichtig", so Leopold Wimmer.

(10.05.2018, KAP)