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Kardinal König-Gespräch: Großes Interesse am Thema Dankbarkeit

Kardinal König-Gespräch in Rabenstein: Viele am Thema Dankbarkeit interessiert

Rabenstein, 26.08.2018 (dsp) Das Kardinal König-Gespräch 2018 thematisierte „Dankbarkeit“ und zog viele Interessierte in Rabenstein an. Die bekannte Krone-Journalistin Barbara Stöckl sprach zu dem Thema.

Heinz Nussbaumer, einst Sprecher des legendären Kardinal Franz Königs (1905-2004), über die Referentin: Sie sei sanft und mitfühlend und könne vom Vordergründigen in die Tiefe führen. Weiters vereine sie professionelles Können mit außergewöhnlicher Sensibilität und einer großen sozialen Ader. Das verbinde sie auch mit der spirituellen Suche. Sie bewege Herzen und lasse das auch spüren. Botschaft von Stöckl sei: Wir haben immer die Möglichkeit, die Dinge so oder so zu sehen: Positiv oder negativ.
 
Annemarie Fenzl, langjährige Mitarbeiterin des Kardinals und Leiterin des Kardinal König-Archivs, betont: „Wir sind alle Mitglieder einer großen Familie, da war sich Kardinal König sicher.“ Darum habe er gerne über Dankbarkeit gesprochen. Sie präsentierte Lebensausschnitte, für die er dankbar sein durfte: vom überstandenen Autounfall bis hin zu ökumenischen Höhepunkten.
 
Der Obmann des Kardinal König-Vereins konnte viele prominente Gäste begrüßen: Bischof Alois Schwarz, Landesrat Martin Eichinger sowie Priester und Politiker aus dem Pielachtal.
 
Dankbarkeit sei eine Entscheidung, sie falle nicht vom Himmel, so Stöckl. Sie sei eine emotional und intellektuell anspruchsvolle Sache. Beten sei in diesem Sinne eine gute Möglichkeit: als Verbinden mit etwas, das über uns hinausreicht – etwa mit Gott und mit der Schöpfung. Auch Fasten und Almosen seien da wichtige Aspekte. Sie ermutigt, immer wieder kurz inne zu halten, und sich an schöne Momente zu erinnern und dafür zu danken. Vieles könne fröhlich und dankbar machen. Viele Menschen würden oft den positiven Unterschied machen, das gelte es auch wertzuschätzen, ebenso wie die vielen, die im sozialen Bereich für andere da sind. Sie forderte dazu auf, „Dankbarkeit“ auch auszudrücken.
 
Zu dem Thema, über das sie auch ein Buch veröffentlicht hat, kam die 55-Jährige durch Gespräche mit Menschen, denen schlimme Schicksalsschläge widerfahren sind: „Das waren Menschen, die trotzdem froh, ja sogar glücklich waren. Da habe ich mich gefragt: Wie geht das? Ich fand heraus, dass diese Menschen eine tief empfundene Dankbarkeit stützt.“ Großen Lebensthemen ist Stöckl auch in den Büchern „Was wirklich zählt“ und „Wer braucht Gott?“ (mit Kardinal Schönborn) nachgegangen. Ihr Interesse dafür führt die Moderatorin, die seit 1985 vor der TV-Kamera steht, unter anderem auf ihre Familie zurück: Sie habe vier Geschwister, da seien Zusammenhalt, Teilen, Füreinander-Dasein ganz automatisch relevant.
 
Die Veranstaltung begann am Samstagabend mit einem Gedenkgottesdienst in der Rabensteiner Pfarrkirche. Am Ende der Messe wurde eine neue "Gedenkwand" enthüllt. Unter dem Motto "Kardinal König - Leben und Wirken in Bildern" wird derzeit an der Wand beim Marienaltar als Mini-Ausstellung erarbeitet, die die wichtigsten Lebensstationen des Kardinals in Bildern präsentiert und erläutert; immer unter Königs Generalthema "Woher komme ich, wohin gehe ich, welchen Sinn hat mein Leben" und besonderer Berücksichtigung des Pielachtales, wie Gottfried Auer, Obmann des Vereins "Kardinal König - Glaube und Heimat im Pielachtal", erläuterte. Danach war der vielbeachtete Vortrag von Stöckl. Am Sonntag endete die Veranstaltung mit einem Festgottesdienst in der Andreaskirche auf einem Hügel zwischen Rabenstein und Kirchberg.
 
Seit 2008 sind die Pielachtal-Gemeinden Rabenstein und Kirchberg abwechselnd Schauplatz des Treffens. Mitveranstalter der Gespräche ist der Verein "Kardinal König - Glaube und Heimat im Pielachtal". Kardinal König wurde am 3. August 1905 im Rabensteiner Ortsteil Warth geboren und am 5. August in der Rabensteiner Pfarrkirche getauft. Er besuchte die Volksschule in Kirchberg an der Pielach, von wo aus ihn sein Weg in die Weltkirche führte.