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Jugendliche aus der Diözese: Volontariat in Indien

St. Pölten, 06.02.2018 (dsp) Zwei Jugendliche aus der Diözese St.Pölten starten demnächst ihren freiwilligen Auslandseinsatz mit „Volontariat bewegt". Gemeinsam mit 11 weiteren jungen Österreichern feierten sie im Wiener Salesianum den Abschluss einer intensiven 6-monatigen Vorbereitungszeit auf ihren freiwilligen Auslandsdienst. „Volontariat bewegt" - eine Initiative von Jugend Eine Welt und den Salesianern Don Boscos - wickelt die Einsätze als Entsendeorganisation ab. Unterstützt wird das Programm insbesondere von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und dem Sozialministerium.

„Ich mache ein Volontariat, um mich selbst als Person weiterzuentwickeln und um zur Unterstützung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen beizutragen", sagt Stefan Deinhofer (17) aus Seitenstetten. Er wird seinen Freiwilligendienst im südindischen Bangalore absolvieren. Ebenfalls nach Indien zieht es Florian Friedl (18) aus Ybbsitz. Für ein Jahr wird er in einem Straßenkinder-Projekt in Vijayawada mitleben und mithelfen. „Ich will das Jahr sinnvoll nutzen und freue mich schon auf die Erfahrungen, die ich im Einsatz machen werde,“ so der junge Niederösterreicher.   
 
Unter den 13 Freiwilligen ist in diesem Jahr nur eine Volontärin. „Das ist eine Premiere! In der Vergangenheit war das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Volontären immer ausgeglichen“, sagt Johannes Ruppacher, Geschäftsführer von Volontariat bewegt. Eine Erklärung für den geringen Frauenanteil ist, dass der Freiwilligendienst im Ausland auch als Zivildienst anrechenbar ist, was jungen Burschen die Entscheidung erleichtert. Junge Frauen, die eine Auszeit zwischen Schule und Studium planen, überlegen hingegen länger, denn ein Freiwilligeneinsatz mit Volontariat bewegt dauerte bislang ein ganzes Jahr.

Aufnahmeprüfungen an Unis sind Hürde für Sozialjahr im Ausland

Für die neuerdings geringe Anzahl von Interessentinnen gibt es jedoch noch eine Erklärung: Bereits jetzt bestehen für zahlreiche Studienfächer Eignungs- bzw. Aufnahmeprüfungen und die Regierung plant ab 2019 einen weiteren Ausbau der Zugangsbeschränkungen. In der Regel finden Aufnahmeprüfungen im Frühjahr und Frühsommer statt, wenn die Volontäre im Ausland sind. Somit verpassen viele die Chance, sich für ihr Wunschstudium zu qualifizieren und müssen noch ein Jahr länger warten, um überhaupt zur Aufnahmeprüfung antreten zu können. „Von unseren Bewerbern wissen wir, dass die Studienwahl eine ganz wesentliche Rolle bei der Entscheidung für oder gegen einen Auslandseinsatz spielt, besonders bei Schulabsolventen. Junge Menschen geraten zunehmend unter Druck“, so Ruppacher. „Darauf müssen wir reagieren. Darum werden Freiwilligeneinsätze mit Volontariat bewegt künftig schon ab einer Einsatzdauer von zehn Monaten möglich sein. Auch in zehn Monaten kann ein wichtiger und nachhaltiger Beitrag für das Wohl von Kindern und Jugendlichen weltweit geleistet werden.“

Tipp: Die Bewerbungsfrist für eine Ausreise im Sommer 2018 läuft noch bis 20. Februar 2018. Der nächste Informations- und Auswahltag findet am 10. Februar in Linz statt. Weitere Infos und Bewerbung auf www.volontariat.at.

Bild: Johannes Ruppacher (Geschäftsführer von Volontariat bewegt), Stefan Deinhofer und Florian Friedl (Foto: kathbild.at / Franz Josef Rupprecht)