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Jubiläumswoche des Papstes mit dichtem Programm

Die Jubiläumswoche zu seiner vor fünf Jahren erfolgten Wahl und Amtseinführung (13. bzw. 19. März) will Papst Franziskus am Samstag durch eine Wallfahrt zum Grab des populären Kapuziners Padre Pio da Pietralcina (1887-1968) in Süditalien markieren.

Die Woche hält aber auch außer diesem Highlight ein dichtes Programm für den Pontifex bereit.

Am Montagvormittag empfing der Papst 300 französische Politiker aus der Provinz Marseille, die in Begleitung des Vorsitzenden der Französischen Bischofskonferenz, Erzbischof Georges Pontier, den Vatikan näher kennenlernen wollen. Das Treffen mit den Politikern folgte auf eine Begegnung mit dem Prior der ökumenischen Taize-Gemeinschaft, Frere Alois Löser.

Am Dienstag jährt sich zum fünften Mal die Wahl von Jorge Mario Bergoglio zum Papst. Das bedeutet auch, dass vatikanische Angestellte einen Grund mehr zum Feiern haben, denn im Vatikan ist der Wahltag des amtierenden Papstes ein Feiertag. Am Mittwoch findet wie gewohnt die Generalaudienz statt, während Franziskus am Freitag der Fastenpredigt von Pater Raniero Cantalamessa beiwohnt.

Am Samstag unternimmt Franziskus die Pilgerreise nach Süditalien. Am Sonntag wird er das Angelusgebet vom Fester des Apostolischen Palastes aus sprechen. Padre Pio, dessen Grab in Süditalien Franziskus am 17. März besucht und dessen Todestag sich am 23. September zum 50. Mal jährt, liegt mit seiner Betonung der Volksreligiosität, der Barmherzigkeit und der Armut ganz auf der Linie des Bildes von Heiligkeit, das Papst Franziskus hochhält.

Dem Themenkreis Heiligkeit-Armut-Fremdenliebe soll aber auch eine Apostolische Exhortation zum Jubiläum gewidmet sein - mit dem Fokus auf der "alltäglichen Heiligkeit". Das Papstschreiben soll laut "Tablet" und "Vatican Insider" am 19. März (Fest des hl. Josef) unterzeichnet und in Kürze veröffentlicht werden. An diesem Tag war Jorge Mario Bergoglio 2013 feierlich in sein neues Amt als Papst Franziskus eingeführt worden.

In seiner damaligen Predigt hatte er betont, dass das Amt bedeute, "das Volk zu behüten, zu beschützen - gerade die Armen, die Fremden, die Obdachlosen, die Nackten und die Kranken". Das in Vorbereitung befindliche Schreiben soll dem Vernehmen nach wieder voll auf dieser Linie liegen.

Im süditalienischen Pietralcina besucht Franziskus am Samstag nach der Landung mit dem Helikopter zuerst die Kapelle mit dem Baum, unter dem Padre Pio die Stigmata (Wundmale Jesu) empfangen hatte. Anschließend begrüßt der Papst Gläubige. Nach einem kurzen Weiterflug erreicht Franziskus in San Giovanni Rotondo die von Pater Pio gegründete Klinik "Casa sollievo della Sofferenza". Dort segnet er wartende Kranke und besucht junge Krebspatienten.

Im Wallfahrtsheiligtum von San Giovanni Rotondo trifft der Papst mit der Kapuzinergemeinschaft zusammen und verehrt den konservierten Leichnam von Padre Pio, der in einem Glassarg aufbewahrt wird. Danach feiert Franziskus eine Messe auf dem Vorplatz der modernen Pilgerkirche des Architekten Renzo Piano. Die Rückkehr des Papstes im Vatikan ist für den frühen Nachmittag vorgesehen.

Im Februar 2016 hatte Franziskus anlässlich des Heiligen Jahrs der Barmherzigkeit die Reliquie Padre Pios in den Petersdom bringen lassen. Hintergrund war das Wirken des Kapuziners zu Lebzeiten als Beichtvater und Seelenführer. Während der Aufbahrung in Rom kamen nach Kirchenangaben rund eine halbe Million Menschen, um den Volksheiligen zu sehen.

Bereits am Sonntag hatte Franziskus den 60. Jahrestag seines Eintritts in den Jesuitenorden begangen. Jorge Mario Bergoglio hatte zuvor einen Berufsabschluss als Chemietechniker erlangt und sechs Semester am erzdiözesanen "Seminario Inmaculada Concepcion" in Villa Devoto absolviert. Am 11. März 1958 trat er schließlich in Buenos Aires in die Gesellschaft Jesu ein.

Kathpress-Schwerpunkt mit allen Meldungen zum 5. Jahrestag der Papstwahl von Franziskus: www.kathpress.at/papst

(KAP, 12.03.2018)