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Initiatoren stellen Papst Franziskus ihr "Mission Manifest" vor

Die Initiatoren der deutschsprachigen Initiative "Mission Manifest" habe diese am Mittwoch im Zuge der Generalaudienz auf dem Petersplatz kurz dem Papst vorgestellt. Die Initiative, die zu Jahresbeginn bei der "Mehr-Konferenz" in Augsburg gestartet wurde, ist eine Selbstverpflichtung von Christen, im Sinne von Franziskus missionarisch zu leben.

"Der Papst hat mit uns auf Deutsch gesprochen und uns Mut gemacht weiterzugehen", sagte im Anschluss Missio-Österreich-Nationaldirektor Pater Karl Wallner als einer der Initiatoren. Zu diesen gehören außerdem der Gründer des Gebetshauses Augsburg, Johannes Hartl, Martin Iten von der Katholischen Jugendarbeit in der Schweiz sowie Paul Metzlaff von der Katholischen Jugendarbeit in Deutschland.

Das "Mission Manifest" stehe "ganz in der Vision von Papst Franziskus" der unter Mission ein "werbendes Hinausgehen" verstehe, sagte Pater Wallner. Deshalb sei es den Initiatoren ein besonderes Anliegen gewesen, ihre Manifest dem Papst persönlich vorzustellen.

Auf der Website "www.missionmanifest.online" haben sich seit dem Start der Initiative knapp 4.000 Christen mit einer Idee eingebracht, um missionarisch aktiv zu werden. Das "Mission Manifest" sei "keine Unterschriftenaktion", betonte Missio-Nationaldirektor Wallner: "Es will die guten Kräfte und missionarischen Initiativen sammeln und mit der Kirche in die Zukunft gehen." Ende Juli werden die Erstunterzeichner des Manifests und Leiter von katholischen Gemeinschaften zu einem Treffen im bayrischen Altötting zusammenkommen.

Taufbecken ist Grab und Mutterschoß zugleich

Bei der Generalaudienz selbst setzte der Papst seine Reihe zur Taufe fort und erläuterte den zentralen Ritus der Taufe. Wenn der Täufling mit Wasser übergossen und "auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" getauft werde, sterbe der alte, sündige Mensch und der neue Mensch werden als Gottes Kind neu geboren, griff Franziskus zu einem eindrücklichen sprachlichen Bild. Nachdem der Täufling von den leiblichen Eltern für das irdische Leben gezeugt worden sei, so Franziskus weiter, werde er von der Kirche quasi "wiedergezeugt" für das himmlische Leben.

Die Zusage Gottvaters an Jesus Christus, "Du bist mein geliebter Sohn", gälte jedem Getauften, so der Papst. Diese sei ein "unauslöschliches Siegel"; entsprechend sollte der getaufte Christ mit seinem Leben Christus immer ähnlicher werden. Als Mitglieder des Volkes Gottes hätten alle Getauften wie Jesus Christus die Aufgabe, Propheten, Priester und Könige zu sein. Mit ihrem Leben im Dienst der anderen sollten sie Christus bezeugen.

(09.05.2018, KAP)