November
Weingarten
Bischof Alois Schwarz im Radio NÖ Interview
 
 

Franziskus würdigt Paul VI. als "großen Papst der Moderne"

Papst Franziskus hat seinen vor 40 Jahren verstorbenen Vorgänger Paul VI. (1963-1978) als "großen Papst der Moderne" gewürdigt. Die Kirche erinnere an ihn mit Verehrung und Dankbarkeit, sagte Franziskus beim Mittagsgebet am Sonntag unter Verweis auf die für den 14. Oktober geplante Heiligsprechung. Weiter nannte er Paul VI. einen Fürsprecher "für die Kirche, die er so sehr geliebt hat, und für den Frieden in der Welt".

Paul VI., mit bürgerlichem Namen Giovanni Battista Montini, war am 6. August 1978 im Alter von 80 Jahren am päpstlichen Sommersitz Castel Gandolfo gestorben. Seine 15-jährige Amtszeit war innerkirchlich geprägt durch die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965), politisch durch die Ära des Kalten Kriegs, die gesellschaftlichen Umbrüche im Westen und zuletzt durch den Terrorismus in Italien.

Eine anhaltende Kontroverse löste Paul VI. mit seinen familien- und sexualethischen Aussagen in dem Lehrschreiben "Humanae vitae" (1968) aus. In der Enzyklika "Populorum progressio" (1967) entwarf er Leitlinien einer gerechten globalen Entwicklung. 2014 wurde er von Papst Franziskus seliggesprochen.

(05.08.2018, KAP)