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Erzdiözese Wien: Markus Beranek neuer Pastoralamtsleiter

Der bisherige Pfarrer und Dechant von Stockerau, Markus Beranek, wird mit 1. September 2018 Leiter des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien. Das gab Kardinal Christoph Schönborn am Montag bekannt.

Der Posten war neu zu besetzen, nachdem Pastoralamtsleiterin Veronika Prüller-Jagenteufel im Februar 2018 angekündigt hatte, dass sie in ihre Heimatdiözese St. Pölten zurückkehrt wird, um dort bei der Caritas in der Seelsorge tätig zu sein.

Dem Entscheid des Wiener Erzbischofs war eine Ausschreibung und ein Auswahlverfahren nach Kriterien wie theologische Basis, pastorale Erfahrung, Führungsqualitäten u. a. vorausgegangen, teilte die Erzdiözese mit. Markus Beranek sei als der "Bestgeeignete" daraus hervorgegangen, befand Schönborn: "Mit seiner großen pastoralen Kompetenz ist er im Kreis unserer Seelsorger anerkannt. Er war auch von Anfang an eine wichtige, kritisch-loyale Stimme in unserem diözesanen Entwicklungsprozess." Er freue sich, so der Kardinal, dass Beranek die Herausforderung annimmt, "die Lücke zu schließen, die der Weggang von Veronika Prüller-Jagenteufel aufreißt."

Das Pastoralamt mit seinen 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Referaten wie jenem für Pastorale Strukturentwicklung, für Erwachsenenkatechumenat und Verkündigung, für Berufungspastoral oder für Bibelpastoral unterstützt die Seelsorge vor Ort und arbeitet dem Erzbischof bei der Festlegung und Umsetzung der pastoralen Entwicklung der Diözese zu. Daher hat es auch eine Schlüsselrolle im diözesanen Entwicklungsprozess "Apg 2.1", der eine Neuausrichtung der seelsorglichen Arbeit aller Getauften und Gefirmten auf Mission und Jüngerschaft zum Ziel hat und dafür weitmaschigere Pfarrstrukturen schaffen soll. Der Pastoralamtsleiter ist Mitglied wichtiger Diözesangremien, etwa der Steuerungsgruppe und des Leitungsteams des diözesanen Entwicklungsprozesses, des Bischofsrats und der Ordinariatskonferenz.

Fundierte seelsorgliche Ausbildung und Praxis

Der gebürtige Wiener Markus Beranek (47) trat nach der Matura ins Priesterseminar ein, sein Theologiestudium schloss er mit einer pastoraltheologischen Doktorarbeit ab. Nach einem Externjahr in Rom und Praxiserfahrung in einer Wiener und einer niederösterreichischen Pfarre wurde er 1997 zum Priester geweiht. Im Anschluss daran war Beranek gleichzeitig Kaplan in Ober St. Veit und Assistent an der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. Von 2003 bis 2010 war er Vikariatsjugendseelsorger im Weinviertel und Marchfeld. Seit 2010 ist er Pfarrer und seit 2011 auch Dechant von Stockerau. Seit 2017 leitet Beranek den Pfarrverband am Jakobsweg Weinviertel, zu dem Stockerau gehört. Unter anderem durch die Ausbildung "Gemeindeberatung und Organisationsentwicklung in der Kirche" hat er sich laufend mit Fragen der Gemeindeentwicklung auseinandergesetzt.

Beranek sieht die Aufgabe als Pastoralamtsleiter als "Chance, zur Entwicklung unserer Pfarren in Zeiten großer Veränderungen beizutragen". Seine "Lust an der Gemeindeentwicklung" habe ihn durch seine unterschiedlichen Aufgaben der letzten Jahre begleitet, nun werde dies noch mehr als bisher Arbeitsschwerpunkt. Man könne nicht von Veränderung und Neuaufbruch in der Kirche reden, wenn man sich selber Veränderungen verschließe, erklärte Beranek.

"Signal für Fortführung des Weges"

Veronika Prüller-Jagenteufel, die seit 2010 das Pastoralamt leitet und im Herbst zur Caritas St.Pölten wechselt, werte Beraneks Ernennung als "klares Signal, dass die Diözesanleitung auf die Fortführung des Weges der letzten Jahre setzt". Sie kenne ihren designierten Nachfolger als "guten Pastoraltheologen mit weitem Horizont und als achtsamen, neugierigen Menschen mit viel Lust zu Neuem". Beranek übernehme ein engagiertes Team, in dem er auch durch seine bisherige Mitarbeit im Bereich Erwachsenenkatechumenat schon sehr geschätzt sei.