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Diözese St. Pölten: Kirchenaustritte leicht gesunken

St. Pölten, 09.01.2018 (dsp) Die Zahl der Kirchenaustritte ist in der Diözese St. Pölten um knapp 5 Prozent gesunken: Im Jahr 2017 haben sich 4.661 Personen von der katholischen Kirche abgemeldet, 2016 waren es 4.903 Austritte. Die Gesamtzahl der Katholiken, die ihren Hauptwohnsitz in der Diözese St. Pölten haben, beträgt nun 496.645 Personen, das sind um 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr. 70 Prozent der Niederösterreicher im Gebiet der Diözese St. Pölten sind katholisch.

Der leichte Rückgang an Katholiken ist jedoch nicht nur auf die Kirchenaustritte zurückzuführen. Sowohl ein leichtes Defizit bei den Zu- und Abwanderungen, als auch der anhaltende Geburtenrückgang sind Gründe dafür. So standen 5337 Sterbefällen (von Katholiken) nur 4308 Taufen gegenüber (vorläufige Zahlen).

367 Menschen sind 2017 wieder in die Gemeinschaft der Kirche eingetreten oder von einer anderen Konfession konvertiert. 30 Personen haben den Austritt innerhalb von drei Monaten widerrufen. Da die Meldungen des letzten Quartals noch nicht vollständig eingegangen sind, dürften die endgültigen Zahlen etwa denen vom Vorjahr entsprechen.

Der Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten, Johann Wimmer dankt allen, die mit ihrem Kirchenbeitrag die Arbeit der Kirche für die Menschen im Westen Niederösterreichs unterstützen. „Die Zahl der Katholiken unserer Diözese ist im Jahr 2017 stabil geblieben. Stabilität im Bereich der Mitgliederzugehörigkeit ist für jede Organisation in diesen Zeiten der Veränderung eine gute Nachricht“, betont Wimmer. „Stabilität gibt ein Stück Sicherheit und Rückhalt und ist zugleich auch ein Auftrag: Kirche darf Zeichen und Werkzeug für die froh machende Botschaft Jesu sein.“ Es sei ein Vertrauensbeweis und zugleich Herausforderung, wenn 70% der Menschen, die im westlichen Teil Niederösterreich leben, das der Kirche zutrauten.

Die Kirche brauche manchmal die „Zählsorge“ um zu wissen, welche Wirkung sie als Zeichen und Werkzeug habe, so Wimmer. Wesentlicher sei jedoch die „Seelsorge“, die sich jedem einzelnen Menschen zuwende. „Und da zählen nicht so sehr die großen Zahlen, da genügen zwei oder drei, die sich im Namen Gottes versammeln.“ Dieser Auftrag sei allen, in der Diözese Verantwortung tragen, anvertraut: „Wir dürfen uns mit den Augen des menschgewordenen Gotteskindes anschauen und uns so göttliches Ansehen geben. Wir dürfen auf eine menschliche, eine willkommensfreundliche Atmosphäre in unserer Kirche, in den verschiedensten Aufgaben und auch in den Pfarren achten.

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