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Diözese Gurk erläutert Procedere bis neuer Bischof kommt

Mit der Ernennung von Bischof Alois Schwarz zum neuen Diözesanbischof der Diözese St. Pölten ändert sich dessen Rechtsstellung in seiner bisherigen Diözese Gurk-Klagenfurt, wo er ab sofort nur noch die Vollmachten eines Diözesanadministrators besitzt.

"Das heißt, Bischof Schwarz darf und kann in der Diözese Gurk nun keine wesentlichen Entscheidungen und Veränderungen mehr vornehmen, die seinem Nachfolger vorgreifen könnten", teilte die Diözese am Freitag mit. In ihrem Überblick über das weitere Procedere bis zur Ernennung eines neuen Kärntner Bischofs ist auch festgehalten, dass laut Kirchenrecht auch der bisherige Generalvikar sowie die Bischofsvikare ihre Ämter verlieren, ihre bisher wahrgenommenen Geschäfte - wenn auch in eingeschränktem Modus - weiterführen würden.

Ab der Amtsübernahme von Bischof Schwarz in St. Pölten - das genaue Datum ist noch nicht bekannt - ist die Diözese Gurk vakant, also unbesetzt. Das Gurker Domkapitel muss dann innerhalb von acht Tagen einen Diözesanadministrator wählen, der die Diözese leitet, bis der Papst einen neuen Bischof ernennt und dieser sein Amt übernommen hat. Auch dieser Diözesanadministrator kann nur beschränkt Weichenstellungen vornehmen, um dem kommenden Bischof nicht vorzugreifen. Dauert die Vakanz der Diözese - wie zuletzt in Innsbruck oder davor in Linz - länger als ein Jahr, erhält der Diözesanadministrator weitere Vollmachten wie z. B. zur Ernennung von Pfarrern oder zur Besetzung diözesaner Ämter.

Bei der Auswahl des neuen Bischofs kommt dem Apostolischen Nuntius, dem Botschafter des Papstes in einem Staat, eine besondere Rolle zu. Er erstellt einen Dreiervorschlag und zu jedem Kandidaten ein Dossier, das er gemeinsam mit seiner Einschätzung und den Voten des zuständigen Erzbischofs, der Nachbarbischöfe und des Vorsitzenden der Bischofskonferenz nach Rom übermittelt. Zusätzlich erarbeitet der Diözesanadministrator einen ausführlichen Bericht zur Lage der Diözese und zu ihren Erfordernissen. Der Nuntius hat auch Priester und Gläubige aus der betroffenen Diözese anzuhören und deren Meinung mitzuteilen. Aus dem ganzen Dossier entwickelt dann die römische Bischofskongregation einen Ernennungsvorschlag für den Papst, der dann die Entscheidung trifft.

(18.05.2018, KAP)