November
Weingarten
Bischof Alois Schwarz im Radio NÖ Interview
 
 

Die Insignien des Bischofs

Der Bischofsstab zur Amtseinführung

St. Pölten, 29.06.2018 (dsp) Der Bischof trägt zur sichtbaren Ausübung seines Amtes und vor allem bei liturgischen Feiern bestimmte Insignien (Zeichen). Sie bringen sein Hirtenamt und seine kirchliche Stellung zum Ausdruck.

Der Stab

Der für die Amtseinführung von Bischof Schwarz vorgesehene Bischofsstab (auch Hirten- oder Krummstab, Pastorale) ist der bisher von Bischof Küng bevorzugt im Dom von St. Pölten verwendete.
Er wird dem Diözesanbischof bei der Amtseinführung übergeben und von ihm in seiner Diözese bei feierlichen Amtshandlungen getragen. Gleichzeitig ist er Symbol für die in seinem Sprengel ausgeübte Hirtengewalt.
Er besteht aus einem, mehrfach zusammengesetzten, ca. 1,5 Meter hohen Schaft und wird von einer vielfach schneckenförmigen Krümme bekrönt. Diese besteht ab der Barockzeit meist aus vergoldetem Silber oder Kupfer, ist getrieben oder ziseliert und mit ornamentalen und figuralen Motiven besetzt. Die Krümme dieses Stabes enthält eine Reliefgruppe, die eine bekrönte Maria mit Kind darstellt, wobei Maria und das Jesuskind als Symbol ihrer Herrschaft Szepter und Weltkugel halten. Der Mond unter ihren Füßen weist Maria als unbefleckte Empfängnis (Immaculata) aus. Rückseitig halten zwei im Wolkenhimmel befindliche Engel das Kreuz als Siegeszeichen.

Bischofsring 

Der Ring

Der Ring ist ein Bindungs- und Treuezeichen. Er bringt zum Ausdruck, dass sich der Bischof mit Christus und der ihm anvertrauten Diözese verbunden weiß. In frühchristlicher Zeit wurde der Ring eines Bischofs auch als Siegelring verwendet.
Bischof Alois Schwarz trägt den so genannten „Konzilsring“, der an die Konzilsväter nach dem 2. Vatikanischen Konzil zum Gedenken erging. Der Ring zeigt ein Bild Christi, neben ihm die Apostelfürsten Petrus und Paulus, innen das päpstliche Wappen.
Zu Bischofsweihe bekam Bischof Schwarz einen anderen Ring. Den Konzilsring hat er von Kardinal Christoph Schönborn vor dessen Kardinalsernennung geschenkt bekommen und trägt ihn seither ausschließlich.

Mitra

Die Mitra

Die Mitra ist eine eine bischöfliche Kopfbedeckung für den liturgischen Gebrauch. Sie ist eine hohe, spitz zulaufende Mütze, die an der Rückseite mit zwei herabhängenden Zierbändern (Pendilien) versehen ist, die das Alte und das Neue Testament symbolisieren. Die Mitra wird vor allem bei bischöflichen Handlungen in der Liturgie getragen, nicht aber beim Gebet.
Bischof Alois Schwarz trägt bei der Amtseinführung die Mitra, die er vom NÖ Bauernbund anlässlich der Bischofsweihe geschenkt bekommen hat. Sie ist mit 12 Halbedelsteinen geschmückt, die die 12 Apostel symbolisieren.

Pektorale

Das Pektorale (Brustkreuz)

Das Brustkreuz entwickelte sich aus den wie bei den orientalischen Bischöfen noch heute üblichen ovalen Umhängebildern. Darin häufig eingearbeitet sind Reliquien. Das Brustkreuz ist Zeichen der Zugehörigkeit zu Christus. In ihm wird deutlich, dass sich der Bischof in die besondere Nachfolge Christi begeben hat, die trotz aller schweren Momente im Leben unter dem christlichen Siegeszeichen des Kreuzes steht.
Das Pektorale von Bischof Alois Schwarz war ein Geschenk seiner Geschwister zur Bischofsweihe. Deswegen ist es ihm ein Anliegen, dieses zur Amtseinführung zu tragen. Es ist ein antiquarisches Stück, vergoldet mit einem Edelstein in der Mitte, der mit Brillanten eingefasst ist.