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Der Kreuzestod Christi als Wende der Menschheitsgeschichte

Kruzifix (Shutterstock.com)

St. Pölten, 31.03.2018 (dsp) Rundfunkansprache von Bischof Klaus Küng im ORF-Regionalradio am Karfreitag:
Liebe Hörerinnen und Hörer! Jesus ist am Kreuz gestorben. Was ist das Besondere an diesem seinen Tod?

In unserer Zeit sterben viele eines grausamen Todes. Vor drei Jahren z. B. wurden in Libyen 20 koptische Christen aus Ägypten von IS Terroristen enthauptet, nachdem sie trotz Folterungen von ihrem Glauben an Christus nicht abließen. Mit ihnen starb auch ein Afrikaner aus Ghana, der gar kein Christ war. Er hatte die Standhaftigkeit dieser Männer miterlebt. Als die Terroristen ihn fragten, ob auch er an Jesus Christus glaube, gab er ihnen zur Antwort: „Ihr Gott ist mein Gott“ und so wurde auch er getötet.

Was ist das Besondere am Tode Jeus?

Eine Kreuzigung war die schändlichste Todesart im Römischen Reich. Straffällige Römer durften nicht gekreuzigt werden. Das ist aber nicht der Grund, warum wir am Karfreitag inne halten.

Für uns Christen bedeutet der Tod Christi eine Wende in der Menschheitsgeschichte.

Wir glauben, dass in Christus Gottes Sohn zu uns gekommen ist und dass er aus einer unendlich großen Liebe den Kreuzestod auf sich genommen hat.

Im Gegensatz zu uns Menschen, die wir Gott gegenüber oft ungehorsam sind, war Christus gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. Durch sein Blut hat er Himmel und Erde versöhnt, uns den Weg zu Gott geebnet. Er hat uns gerettet. Christus ist nach 3 Tagen auferstanden, auch wir werden auferstehen, wenn wir verbunden mit ihm leben. Sein Tod bedeutet also Rettung vor einem endgültigen Tod

Das ist ein Grund zum Innehalten. Oder war es vergeblich?