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Caritas erinnert mit hunderten Luftballons an Kinderarmut

Start der Caritas-Kinderkampagne am Rathausplatz in St. Pölten (Foto: Caritas/Lahmer)

St. Pölten, 01.02.2018 (dsp) 500 rote Luftballons, bestückt mit Kärtchen mit Wünschen und Träumen für Kinder in Not, haben 100 Schüler des St. Pöltner Mary-Ward-Gymnasiums am Mittwoch in den Himmel steigen lassen. Die Aktion auf dem Ratshausplatz der niederösterreichischen Landeshauptstadt bildete den diözesanen Auftakt zur Februar-Sammlung der Caritas, mit der das Hilfswerk dieser Tage österreichweit um Spenden für Kinder in den ärmsten Ländern Europas bittet.

264 Millionen Kinder gehen weltweit nicht zur Schule, weil ihre Familien zu arm, die Schulen überfüllt oder zu weit weg sind. Viele dieser Kinder "leben auf der Straße und sind dort Ausbeutung und Willkür schutzlos ausgeliefert", berichtete Caritasdirektor Hannes Ziselsberger. Schwerpunktland der Februar-Sammlung ist in der Diözese St. Pölten heuer Albanien. Dort lebe jedes vierte Kind in einer Armut, "die für uns unvorstellbar und kaum vergleichbar ist", wie Ziselsberger sagte.

Hilfe für 50.000 Kinder

Insgesamt finanziert die Caritas mit den Spenden der Kinderkampagne rund 250 Hilfsprojekte. 50.000 Kindern soll ein chancenreiches Aufwachsen und der Zugang zu Bildung ermöglicht werden. Ziel der Aktion ist es, "dass jedes Kind lernen darf, egal, wo und unter welchen Umständen es lebt", betonte Caritasdirektor Ziselsberger. Bildung sei der beste Weg aus der Armut und ermögliche ein chancenreiches Aufwachsen.

Die Spenden machten es möglich, Kindern eine Tagesstruktur, Lernunterstützung und regelmäßige Mahlzeiten zu bieten. 14 Euro koste etwa Lern- und Bastelmaterial für ein Kind in einem Kinderzentrum, 350 Euro ermöglichen einem Kind, ein Jahr lang ein Lernzentrum zu besuchen.

21 Projekte in Albanien

Die Caritas der Diözese St. Pölten unterstützt in Albanien 21 Projekte, darunter das Straßenkinderzentrum Eden in Tirana, wo Kinder aus Armenvierteln tagsüber gefördert und betreut werden. Sie bekommen täglich ein warmes Essen, werden medizinisch und psychologisch betreut und beim Lernen für die Schule unterstützt.

In Albanien litten Menschen immer noch an den Folgen eines harten kommunistischen Systems und der unkontrollierbaren Öffnung zur freien Marktwirtschaft in den 1990er-Jahren, so die Caritas. Geringe Wirtschaftsleistung, mangelnde Investitionen, hohe Arbeitslosigkeit und Korruption, sowie fehlende soziale Netze seien die größten Hemmnisse einer schnelleren Entwicklung. Besonders gefährdet seien Kinder, Kranke und Schwache.

Caritas-Spendenkonto: Raiffeisenbank: IBAN AT28 3258 5000 0007 6000, BIC RLNWATWWOBG; Kennwort: Kinder in Not

Foto: Caritas/Lahmer