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Brückenschlag zwischen Arbeiterschaft und Kirche

Sommerakademie in Gaming vom 27. bis 29. August

Gaming, 28.08.2018 (dsp) Bei der traditionsreichen 23. Sommerakademie der Katholischen Arbeiternehmer/innen-Bewegung (KAB) in Gaming wurden „Angriffe auf den Sozialstaat durch die Bundesregierung“ kritisiert: etwa die Auswirkungen des 12-Stunden-Tages, fehlende Kinderbetreuung oder die Kürzungen beim Arbeitsmarktservice AMS. Lebhaft diskutiert wurde vor allem die Konsequenzen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben.

An der dreitägigen Konferenz mit KAB-Aktivist/innen und Betriebsseelsorgern nehmen auch Funktionäre des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Arbeiterkammer NÖ sowie Betriebsräte teil.

Ziel der Sommerakademie ist der Brückenschlag zwischen Kirche und Arbeiter/innenschaft. Es sei ein klares Signal, dass der Kirche die Arbeiterschaft ein ganz wichtiges Anliegen sei. Bei der KAB und bei der Gewerkschaft gebe es viele Übereinstimmungen, waren sich die Teilnehmer/innen einig. Die Inputs der Referentinnen und Referenten seien wichtig für die Arbeit der christlichen Aktivisten, Betriebsseelsorger und Arbeitnehmer/innen-Vertreter in den Betrieben und Pfarren.

Heftige Kritik gibt es an der Kürzung der bedarfsorientierten Mindestsicherung und der Notstandshilfe. Man verwehrte sich auch scharf gegen das Ausspielen von in- und ausländischen Arbeitnehmer/innen.

„Christlich geht anders“ sagen die christlichen Arbeiter/innen-Vertreter „angesichts des Abbaus des Sozialstaates zulasten derer, die auf die Leistungen des Sozialstaates angewiesen sind“. Das widerspreche der christlichen Menschenwürde, die allen Menschen im gleichen Maße zukommen müsse, so der Tenor. Die Sommerakademie fordert einen starken Sozialstaat statt neoliberaler und entwürdigender Kürzungen im Sozialbereich. Man wolle überdies keine Festung Europa, sondern ein Europa, in dem der soziale Zusammenhalt gestärkt werde, hieß es mit Blick auf die EU-Wahlen 2019.