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Bischof Schwarz und Caritas: „Nächstenliebe kann nie zu groß sein.“

Caritasdirektor Hannes Ziselsberger, Stefan Kienmeier, Martina Zubrinic (carla-MitarbeiterInnen), Diözesanbischof Alois Schwarz und carla-Leiterin Monika Steiner (Foto: Caritas/Lahmer)

Krems, 20.09.2018 (dsp) Der Appell eine Gesellschaft zu gestalten, in der alle Menschen einen Platz finden und sich einbringen können, stand im Zentrum der ersten gemeinsamen Pressekonferenz von Diözesanbischof Alois Schwarz mit Caritasdirektor Hannes Ziselsberger im carla Krems, dem Second-Hand-Laden der Caritas. <--break->

„Die Caritas und ihre haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen sind in ganz unterschiedlichen Aufgabenfeldern innerhalb der Gesellschaft tätig und daher ist die Caritas ein Umschlagplatz der Nächstenliebe“, betonte Bischof Alois Schwarz. „Diese Vielfältigkeit der Caritas ist eine Stärke der Diözese St. Pölten“, so Caritasdirektor Hannes Ziselsberger. Und auf die Frage, ob die Caritas nicht zu groß werden könnte, antwortete Bischof Schwarz: „Nächstenliebe kann nie zu groß sein.“

„Als Christen dürfen wir niemanden übersehen oder zurücklassen. In jeder Begegnung mit einem Menschen in Not, begegnen wir immer auch Jesus“, betonte Bischof Schwarz. „Daher sind wir als Gesellschaft gemeinsam gefordert, niemanden im Stich zu lassen, der Hilfe braucht. Als Bischof bin ich auch immer ganz Bischof der Caritas und gemeinsam mit dem Caritasdirektor halte ich fest: Kirche ohne Caritas ist nicht Kirche.“ In diesem zusammenhang bedankte sich der Bischof bei den rund 6.000 Pfarrmitgliedern der Diözese, die im Sommer im Rahmen der Caritas-Haussammlung nicht nur Spenden für Menschen in Not, sondern vor allem auch Begegnungen gesammelt hatten.

"Carla" als Ort der zweiten Chance

Das Ziel der Caritas sei eine Gesellschaft, in der alle Menschen Platz finden und sich einbringen können, sowie die gemeinsame Arbeit daran, dass Menschen möglichst rasch vom Rand der Gesellschaft in die Mitte kommen. „Überall dort, wo Gefahr besteht, dass einem Menschen seine Würde abgesprochen wird, wird die Caritas ihre Stimme erheben - das gilt für Menschen in Armut, mit Pflegebedarf, mit Behinderung, mit psychischer Erkrankung oder Suchterkrankung und Menschen am Rand der Gesellschaft“, betont Caritasdirektor Hannes Ziselsberger.

Die Caritas ist für armutsbetroffene Menschen oft die letzte Anlaufstelle. Sichtbar und spürbar wird das unter anderem in den carlas der Caritas, den Second-Hand-Läden. Allein im carla krems wurden im vergangen Jahr Waren im Wert von 140.000 Euro an armutsgefährdete und in Armut lebende Familien ausgegeben; verkauft wurden Waren im Wert von 650.000 Euro. Das carla Krems ist für viele Menschen ein Ort der zweiten Chance: Eine zweite Chance der Beschäftigung, für all jene, die sich auf dem sogenannten „1. Arbeitsmarkt“ schwertun und auch für Textilien und Hausrat ist es eine zweite Chance nicht im Müll zu landen, sondern von anderen Menschen weiterverwendet zu werden.

„Dieser Ort steht sinnbildlich dafür, dass wir als Caritas so etwas wie Seismographen in der Gesellschaft sind und als solche schnell spüren, wenn sich Lebensumstände für Menschen in diesem Land verändern“, veranschaulichte Caritasdirektor Hannes Ziselsberger die Situation: „Caritas-Mitarbeiter/innen erleben tagtäglich wie es Menschen am Rand der Gesellschaft geht: Familien, die armutsgefährdet sind oder in Armut leben. Menschen, die sich schwertun, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen oder Menschen die Pflege benötigen. Die Caritas der Diözese St. Pölten ist mit 2.300 Mitarbeiter/innen an 164 Standorten nah an den Menschen und ihren Lebensumständen.“ 

Caritas als Botschafterin der Kirche

Die Caritas ist an 164 Standorten mit unterschiedlichen Angeboten und Projekten in der Diözese St. Pölten vertreten – diese umfasst das Wald- und Mostviertel und den Zentralraum. Die Unterstützungsangebote reichen von der Hilfe für armutsbetroffene Menschen - mehr als 10.000 Menschen wurde 2017 in den 4 Caritas Sozialberatungsstellen in St. Pölten Amstetten, Krems und Waidhofen/Thaya geholfen - bis hin zur Betreuung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. 800 MitarbeiterInnen leisten in der mobilen Hauskrankenpflege jährlich rund 620.000 Einsatzstunden. Auf Pfarrebene unterstützen rund 5.500 ehrenamtliche Freiwillige die Arbeit der Caritas, u. a. in der PfarrCaritas und bei Projekten. Die Caritas der Diözese St. Pölten beschäftigt mehr als 2.300 hauptamtliche MitarbeiterInnen. 

Foto (Caritas/Lahmer): Caritasdirektor Hannes Ziselsberger, Stefan Kienmeier, Martina Zubrinic (carla-MitarbeiterInnen), Diözesanbischof Alois Schwarz und carla-Leiterin Monika Steiner.