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Bischof Schwarz: Bodenverschwendung ist Schöpfungsraub

St. Pölten, 04.12.2018 (dsp): Diözesanbischof Alois Schwarz hat zu einem sorgsameren Umgang mit der Ressource Boden in Österreich aufgerufen und fordert weniger leerstehende Gebäude, eine ökologische Steuerreform, eine konsequente Umsetzung der Klima- und Energiestrategie sowie die Bildung einer „Allianz der Bodenliebhaber“.

Dass in Österreich täglich 12,4 Hektar Grünflächen - umgerechnet 20 Fußballfelder oder 248 Einfamilienhäuser - verbaut werden, sei ein „Schöpfungsraub“, den es dringend zu beenden gelte, erklärte der St. Pöltner Bischof, der in der Österreichischen Bischofskonferenz u.a. für die Agenden Umwelt und Landwirtschaft zuständig ist, am Montag anlässlich des „Weltbodentages“ (5. Dezember). „Wir müssen darauf achten, wie wir unsere Landschaft gestalten, damit es in Zukunft nicht mehr nur verbaute Straßenzüge oder Häuser gibt“, so Schwarz. Das Thema ist so ernst, dass es nicht länger ignoriert werden dürfe.

Ihm gebe es zu denken, wenn etwa in weiten Teilen des Mühl- und Waldviertels oder Südkärntens „die Einfamilienhäuser mit Doppelgarage immer mehr werden“, so der Bischof, denn: „Wer wird darin in Zukunft wohnen, wenn die Jungen alle in die Zentralräume übersiedeln?“ Schwarz forderte ein anderes Raumordnungskonzept, eine ökologische Steuerreform, eine konsequente Umsetzung der Klima- und Energiestrategie sowie die Bildung einer „Allianz der Bodenliebhaber“, an der sich auch die Kirche beteiligen wolle.

Die Bischofskonferenz sei bei diesem Thema aufmerksam, unterstrich Schwarz. So seien Nachhaltigkeitsrichtlinien beschlossen worden, in der es vor allem um Energie- und Bodenverbrauch geht. Deren Maßnahmen wie etwa der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen oder die bevorzugte Pachtvergabe an Biobauern würden nun in den Diözesen schrittweise umgesetzt. Er selbst habe für die Diözese St. Pölten eine Erhebung beauftragt, um Überblick über leerstehende Gebäude in Kirchenbesitz und über die Energieversorgung zu haben und mit gezielteren Maßnahmen darauf reagieren zu können, berichtete der Bischof.