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Heiliger Nikolaus
Adventkranz
 
 

Benefizsuppenessen der Katholischen Frauenbewegung im NÖ-Landtag mit viel Prominenz

St. Pölten, 20.02.2018 (dsp) Die Katholische Frauenbewegung (kfb) der Diözese St. Pölten lud zum großen Benefizsuppenessen der „Aktion Familienfasttag“ ins Niederösterreichische Landhaus. Kfb-Vorsitzende Anna Rosenberger freute sich über viel Prominenz aus Kirche, Politik und Gesellschaft. Schwerpunktland heuer war Kolumbien. Sonja Planitzer, Chefredakteurin der Kirchenzeitung "Kirche Bunt" bereitete eine köstliche Krensuppe zu.

Sie betonte, dass die „Kirche Bunt“ seit langem die Anliegen der Frauenbewegung journalistisch unterstützt. Im Sinne des Benefizsuppenessens sollten wir nicht nur die Suppe als Mahl gemeinsam auslöffeln, sondern auch die Probleme dieser Welt.

Seit 60 Jahren ruft die Frauenbewegung zum Teilen auf, heuer steht die Veranstaltung unter dem Motto „Teilen spendet Zukunft“. Das entspreche dem Evangelium, so Rosenberger, da es helfe, Frauen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Sie meinte auch, dass für viele zwar die Fastenzeit dazu da sei abzunehmen. Sie rief aber dazu auf, zuzunehmen: bei den guten Taten und Handlungen. Es sei für sich selber gut zu spüren, dass man Gutes getan habe.

Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng freute sich über eine Initiative, die über so viele Jahrzehnte so viel Positives brachte. Er danke der Frauenbewegung für deren Engagement und erinnerte daran, dass auch in unserer Region viel Leid passiere, etwa durch den Menschenhandel. Er sei dagegen, die Schultern zu zücken und zu sagen, dass man ohnehin aufgrund des vielen Leids nicht helfen könne. Bischof Küng rief dazu auf, zu tun, was möglich ist.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte, das Tun der Frauenbewegung sei zutiefst christlich, weil es Hilfe zur Selbsthilfe ermögliche. Das Benefizsuppenessen im Landhaus gilt als Startschuss für Benefizsuppenessen in über 100 Pfarren der Diözese St. Pölten in den kommenden Wochen, diese finden meist nach den Gottesdiensten statt. Mikl-Leitner würdigte die Aktion als schönes Zeichen des sozialen Miteinanders hierzulande.

Projektpartnerin Ana María Berrio, kfb-Projektpartnerin aus Kolumbien, berichtete von der Friedensarbeit, die durch die Fastenaktion unterstützt wird. Neben den Folgen des Bürgerkrieges hätten viele unter häuslicher Gewalt zu leiden. Unter anderem werden auch landwirtschaftliche Projekte unterstützt.

Kirchlicherseits kamen ua. Bischof Klaus Küng, Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, der Direktor der Pastoralen Dienste, Hans Wimmer, Superintendent Lars Müller-Marienburg und zahlreiche Vertreter/innen der Katholischen Aktion. Seitens der Politik kamen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau-Stv. Stephan Pernkopf sowie die Landesräte Barbara Schwarz, Karin Renner und Karl Wilfing oder Landtagspräsident Stefan Karner. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Zwo3wir.

Frauengruppen engagieren sich in 100 Pfarren für die Aktion Familienfasttag

Jedes Jahr in der vorösterlichen Fastenzeit gehört das Fastensuppenessen zur Tradition. Dabei werden in vielen katholischen Pfarren in ganz Österreich von den Mitgliedern der Katholischen Frauenbewegung (kfb) bei Gottesdiensten und entwicklungspolitischen Bildungsveranstaltungen Spenden gesammelt. In der Diözese St. Pölten beteiligen sich jedes Jahr Frauengruppen aus rund 100 Pfarren sowie zahlreiche weitere Einzelinitiativen und Schulen. Statt nach dem Gottesdienst ein üppiges Mahl zu sich zu nehmen, gibt es die Fastensuppe. Dadurch wird gelebte Solidarität mit benachteiligten Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika spürbar. Die gespendeten Gelder werden in konkreten Projekten direkt vor Ort für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Kindern in den Ländern des Südens eingesetzt. Ganz nach dem Motto: "Teilen spendet Zukunft".