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Benedikt Resch im Stift Seitenstetten zum Priester geweiht

Benedikt Resch im Stift Seitenstetten zum Priester geweiht

Seitenstetten, 11.05.2018 (dsp) 600 Gläubige feierten mit Benedikt Resch dessen Priesterweihe im Stift Seitenstetten. Weihespender des gebürtigen Bayern war der Weihbischof der Erzdiözese München-Freising, Rupert Graf zu Stolberg. Zahlreiche Freunde und Verwandte aus Bayern reisten an, am Gottesdienst nahmen auch zahlreiche Priester und Ordensleute, viele seiner Schüler/innen sowie Altbischof Maximilian Aichern und natürlich der Seitenstettner Abt Petrus Pilsinger teil. Sie alle machten die Feier zu einem Volksfest.

Viele Angehörige von Pater Benedikt kamen in bayerischer Tracht, traditionsgemäß brachten sie auch ein paar Fass Bier mit. Eine Priesterweihe ist ein faszinierendes Fest: Demütig vor Gott liegt der Weihekandidat am Boden und gibt dann sein Ja zum Priestertum. Alle Priester legen ihm anschließend die Hände auf und umarmen den Neugeweihten brüderlich. Danach zelebriert er die Heilige Messe mit und spendet am Ende des Gottesdienstes den Segen. Demnächst spendet er mehrfach den in der Bevölkerung beliebten Primiz-Segen (Erstlingssegen).

Weihbischof: durch Priester handelt Christus

Durch die Priesterweihe verändere sich laut Stolberg beim Kandidaten etwas: nicht dem Grade nach, sondern dem Wesen nach, sage das Zweite Vatikanische Konzil. Der Geweihte werde dadurch anders, aber nicht besser und schlechte Eigenschaften würden nicht weggewaschen werden. Durch den Priester würde jetzt Christus handeln, jetzt hätte der Neupriester die Verantwortung in Jesu Stellvertretung zu handeln. Der Münchner Weihbischof betonte, dass durch die Sakramente Jesus Christus unmittelbar wirke. Es bewirke also Christus Heil und nicht der Priester. Daher sollten sie auch nicht „abheben und überheblich“ werden. Eine Parallele sah der Bischof im Hochfest Christi Himmelfahrt: Ab diesem Zeitpunkt konnten die Jünger Jesu nicht mehr nur „Schäfchen“ Nachfolger sein. Mit der Himmelfahrt mussten sie kirchliche Funktionen übernehmen, so sei es auch mit dem neugeweihten Priester. Angesichts weniger werdender Gläubiger und Kirchenkritik empfahl Weihbischof Stolberg, nicht zu lamentieren, sondern auf den Heiligen Geist zu vertrauen, der in die Zukunft führe.

Biographisches

P. Benedikt kam 1985 als Paul Resch zur Welt, er hat drei Geschwister. Seine Mutter betreibt eine Frühstückspension, sein Vater ist pensionierter Beamter. Als Hobbys gibt er Bergsteigen, Skifahren, Geschichte, Literatur und gute Musik an. Er absolvierte das Theologie-Studium in Deutschland und beendet demnächst sein zweites Studium: das Lehramtsstudium für Latein und Geschichte. Am Tag vor seiner Weihe gab es noch eine Lateinschularbeit, so Benedikt, der am Stiftsgymnasium unterrichtet.

 
2013 trat er ins Stift Seitenstetten, 2017 legte er die Ewige Profess ab, am 21. September wurde er von Weihbischof Anton Leichtfried zum Diakon geweiht. Sein Primizspruch lautet: „Betet Brüder und Schwestern, dass mein und Euer Opfer dem allmächtigen Vater gefalle“ (Messbuch).

Ein bestimmtes Erweckungsereignis habe er nicht gehabt, für ihn sei der Weg zum Priestertum stimmig und konsequent gewesen. Er ist in einer katholischen Gegend und Familie aufgewachsen, man habe ihn auch unterstützt auf seinem Weg.

Primizsegen

Wann erteilt er den Primizsegen, der als „Erstlingssegen“ sehr populär ist?
12. Mai: Stiftsprimiz, 7:30 Uhr
13. Mai: Primizsegen bei den Fatima-Gottesdiensten in Krenstetten, 15 und 19 Uhr
21. Mai: Heimatprimiz in Ramsau (Bayern), 10 Uhr