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Aus für Interessenvertretung NÖ-Familien unverständlich für Katholischen Familienverband

Foto: Ursula Kovar mit Josef Grubner (bei der Vorsitz-Übergabe des Katholischen Familienverbandes im Oktober 2017)

St. Pölten, 15.05.2018 (dsp) Das drohende Aus der Interessenvertretung NÖ Familien ist für den niederösterreichischen Katholischen Familienverband sowohl enttäuschend als auch völlig unverständlich. Ursula Kovar, Vorsitzende der größten parteiunabhängigen Familienorganisation des Landes: „Für uns ist das nicht nachvollziehbar, da die IV für konstruktive und wertschätzende Gespräche steht. Es ist eine Art basisnahe Familien-Landtag, bei dem die kleinen und großen Themen, die unsere Familien und damit die Zukunft des Landes betreffen, besprochen werden.“

Sie empfehle daher eine 180-Grad-Kehrtwende und appelliert an das Land Niederösterreich, die IV als Ideengeberin und Gesprächsbasis für eine zukunftsorientierte Familienpolitik weiterleben zu lassen.

Die Familienverbands-Vorsitzende erinnert: Ausschließlich eine „NÖ Familienkammer“ könne den individuellen NÖ Gegebenheiten Rechnung tragen. Die Länder entscheiden selbst über ihre frei gestaltbaren familienbezogenen Angebote und Leistungen. Diese sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich organisiert.

Kovar würdigt in diesem Zusammenhang die Leistungen und das Engagement von Josef Grubner, dem Vorsitzenden der IV NÖ-Familien. Grubner, der auch dem Vorstand des Katholischen Familienverband angehört, habe sich seit vielen Jahren für die niederösterreichischen Familien eingesetzt und das Familienland Niederösterreich mitgeprägt. Detail am Rande: noch in der Vorwoche wurde er im niederösterreichischen Landtag mit dem Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Dabei wurden noch seine Leistungen für das Land betont.

Die IV arbeitete bisher als weisungsfreie, unabhängige und selbstverwaltete Körperschaft des öffentlichen Rechts, bestehend aus dem

- beschließenden Leitungsteam (NÖ Familienbund, Die Kinderfreunde NÖ, Katholischer Familienverband, Freiheitlicher Familienverband NÖ) und dem
- beratenden Kuratorium (AKNÖ, ARGE Bildungshäuser, Caritas der Erzdiözese Wien, Caritas der Diözese St. Pölten, Hilfswerk Niederösterreich, Landarbeiterkammer NÖ, Lebenshilfe NÖ, LEVNÖ, NÖ Gemeindebund, NÖ GVV, NÖ Landes-Landwirtschaftskammer, NÖ Volkshilfe, Peter PAN, UVEA, WKNÖ).

Diese breite Basis zeigt den besonderen Wert der IV, dort wird über Parteigrenzen hinweg gesprochen und viel Konsens gefunden. Gerade wenn überall gespart werden muss, ist es wichtig Institutionen zu haben, die über ideologische Grenzen hinweg sinnvoll sind und ergebnisorientiert für das Wohl der Familien diskutieren.

Foto: Ursula Kovar mit Josef Grubner (bei der Vorsitz-Übergabe des Katholischen Familienverbandes im Oktober 2017)