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Altbischof Küng referierte über "Botschafter der Hoffnung"

Traismauer, 20.10.2018 (dsp) Aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums der Papstwahl des Heiligen Johannes Paul II. lud die Stadtpfarre Traismauer zu einem Vortrag des emeritierten Diözesanbischofs Klaus Küng zum Thema "Botschafter der Hoffnung - Erzählungen aus persönlichen Begegnungen mit dem Heiligen Johannes Paul II.".

"Der ehemalige Papst war einer der Großen des 20. Jahrhunderts: Johannes Paul II. trug zum Fall der Berliner Mauer bei, betete mit Religionsführern aus aller Welt um Frieden und trug das Evangelium in seiner 26-jährigen Amtszeit (1978-2005) auf über hundert Auslandsreisen auf alle Kontinente. "Er war eine große Persönlichkeit: Er konnte vor Hunderttausenden in Fußballstadien auftreten und gleichzeitig so tief ins Gebet versinken, dass alles um ihn herum zu verblassen schien!", so Bischof Küng, der den großen Heiligen auch mehrfach persönlich treffen konnte - so etwa in seinen Funktionen als Mitglied des Päpstlichen Rates für die Familie oder in der Kleruskongregation.

Die epochale Gestalt dieses Papstes wirkte weit über die katholische Kirche hinaus: Sein Einsatz für die Menschenrechte, darunter das Lebensrecht gerade der schwächsten Menschen, seine Rolle beim Zusammenbruch des ehemaligen Ostblockes, seine unentwegten Bemühungen für die Versöhnung zwischen katholischer Kirche und Judentum oder auch seine Initiativen zur Öffnung der Kirche, etwa bei Weltjugendtagen oder Weltfamilientreffen, verschafften ihm weltweit Respekt und Gehör. "Dabei waren alle auch vor allem von seiner dichten Spiritualität angezogen. Auch als seine Gesundheit verfiel, hielt Papst Wojtyla eisern durch, sogar ein früherer Mordanschlag auf dem Petersplatz im Mai 1981 bremste ihn nicht", so Küng. 2005 starb Johannes Paul II. am Vorabend des von ihm eingeführten Sonntags der Göttlichen Barmherzigkeit; in Rekordzeit wurde er von seinen Nachfolgern Papst Benedikt XVI. selig- und Papst Franziskus heiliggesprochen.

Reliquie des Heiligen Johannes Paul II. in Traismauer

In der Traismaurer Stadtpfarrkirche ist eine Reliquie des Heiligen Johannes Paul II. zur Verehrung ausgestellt, die der Pfarre vom ehemaligen Krakauer Erzbischof und langjährigem Privatsekretär des ehemaligen Papstes, Kardinal Stanisław Dziwisz, überlassen wurde. Es handelt sich dabei um eine seltene Blutreliquie, also eine Reliquie erster Ordnung, die in einer speziell adaptierten Nische in der sogenannten "Leopoldskapelle" der Stadtpfarre Traismauer gemeinsam mit einer 60 Zentimeter hohen Statue des Heiligen Johannes Paul II. am 24. September 2017 im Rahmen eines Festgottesdienstes eingesetzt wurde.

Biographische Daten

Johannes Paul II. wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice, Polen geboren. Er war vom 16. Oktober 1978 bis zu seinem Tod 26 Jahre und 5 Monate lang Papst der römisch-katholischen Kirche, ein längeres Pontifikat ist nur für Papst Pius IX. belegt. Papst Johannes Paul II. verstarb am 02. April 2005 in seinen Privatgemächern in der Vatikanstadt. Am 1. Mai 2011 sprach ihn Papst Benedikt XVI. in Rom selig, am 27. April 2014 wurde Johannes Paul II. von Papst Franziskus heiliggesprochen. Sein Gedenktag als Heiliger ist der 22. Oktober, der Tag seiner Inthronisation als Papst im Jahre 1978.