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Altabt Naber: ein stiller Beter und Beispiel an Demut

Requiem für Abt Bernhard Naber in der Stiftskirche von Altenburg

St. Pölten, 03.02.2018 (dsp) Bischof Klaus Küng feierte das Requiem für Abt Bernhard Alois Naber in der Stiftskirche Altenburg gemeinsam mit Abt Thomas Renner, dem Linzer Altbischof Maximilian Aichern und zahlreichen Äbten, in Anwesenheit des Apostolischen Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen und des Altlandeshauptmanns Erwin Pröll sowie der Botschafterin der Republik Lettland, Veronika Erte. Altabt Naber starb am 27. Jänner 2018 im 84. Lebensjahr, im 64. Jahr seiner Mönchsprofess und im 60. Jahr seiner Priesterweihe.

Bischof Küng bezeichnete Altabt Bernhard Naber als „demütigen, einfühlsamen und menschenfreundlichen Seelsorger“, der eine „große Liebe im Herzen getragen“ habe. Der Bischof dankte ihm für „sein Vorbild, sein Beispiel, seinen Dienst sein ganzes Leben lang bis zum Schluss“. Der frühere Abt des Stiftes Altenburg (1978-2005) habe in schwerer Zeit das Stift umsichtig geleitet und „vielfältige Veränderungen angestoßen“ - nicht nur die Altenburger Sängerknaben und die Renovierung des Stiftes. Naber sei „ein stiller Beter“ gewesen, so Küng, der „gerne im Hintergrund stand doch immer präsent war“. Der Verstorbene sei ein Beispiel an Geduld, Demut und Beharrlichkeit gewesen, der auch Alter und Krankheit „in beispielhafter Weise getragen“ habe.

Als großen Beter bezeichnete auch P. Albert Groiß den Verstorbenen in seiner Predigt. Altabt Bernhard habe auch als er nicht mehr sprechen konnte den Rosenkranz in Händen gehalten und bis zum Ende gebetet: „Das Gebet war sein Leben.“ Als „bescheidener Mönch und Missionar“ habe sich der Verstorbene immer den ärmsten Menschen zugewandt, „bis nach Lettland hinauf“.
So schickte auch der Metropolit von Riga, Erzbischof Zbigņevs Stankevičs, eine Botschaft, in der er betonte, dass „Lettland einen großen Freund verloren“ habe. Seit seinem ersten Besuch in Lettland 1993 habe Abt Bernhard Naber „finanzielle und humanitäre Hilfe für die ärmsten Menschen in Lettland geleistet“.

Roman Fröhlich von der Papst-Leo-Stiftung erinnerte daran, dass Naber immer in enger Verbindung mit der Katholischen Arbeiterbewegung (heute Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung) in Verbindung gestanden ist. Er habe die Katholische Soziallehre „in die Praxis umgesetzt und gefördert“. So war Abt Naber auch von 1985 bis 2010 Vorsitzender des Kuratoriums der Papst-Leo-Stiftung in Horn, die u.a. alle zwei Jahre Preise für besondere Verdienste um die Katholische Soziallehre vergibt.