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70 Jahre Katholische Frauenbewegung: mitten im Alltag der Menschen

St. Pölten, 29.04.2018 (dsp) Mit einem eindrucksvollen Festzug anlässlich des 70-Jahr-Jubiläums durch die St. Pöltner Innenstadt zeigte die Katholische Frauenbewegung (kfb) der Diözese lebendiges Kirchensein. Rund 300 Teilnehmerinnen zogen im Vorfeld des Gedenktages der Frauenbewegung-Patronin Katharina von Siena (29. April) von den Pastoralen Dienste über mehrere Stationen zum St. Pöltner Dom, wo eine Dankliturgie gefeiert wurde. Fotoalbum ... 

Bei der Feier wurde der Weg der kfb zu einer selbstbewussten Organisation innerhalb der Kirche nachgezeichnet, sie sei außerdem wichtig für eine lebendige Kirche.

Kfb-Vorsitzende Anna Rosenberger betonte: „Wir wollen mit diesem Marsch zeigen, dass wir sichtbar und hörbar sind.“ Das seien Frauen in der Kirche nicht nur bei diesem Zug durch die St. Pöltner Landeshauptstadt, sondern katholische Frauen seien dort, wo sich das Leben und der Alltag abspiele. Ziel sei es weiters gewesen, mit der Andacht im Dom Menschen mitzunehmen zu Jesus. Motto der Feier war „Frauen.Leben.Stärken“, Frauen wolle auch die Katholische Frauenbewegung stärken: „Tausende Frauen werden durch die Frauenbewegung gestärkt und geben das weiter.“ Die kfb sei seit 70 Jahren ein Netzwerk der Solidarität, das zeige sich schon an den Sozialaktionen wie dem Benefizsuppenessen oder dem Verkauf von Missionskerzen, so Rosenberger.

Der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng würdigte das Wirken der kfb. Er erinnerte an die große Bedeutung von Katharina von Siena oder von Maria von Magdala für die Kirche. Als Jesus gekreuzigt wurde, seien sie nicht weggelaufen. Als sie zum Grab Jesu liefen, hätten sie sich nicht vom großen Stein davor beirren lassen. Viele christliche Frauen seien von Liebe beseelt gewesen, die andere stark gemacht hätten. Er danke den Frauen, dass durch sie so viel in den Pfarren geschehe. Bischof Küng sei es auch wichtig, dass Frauen so viele Wärme in die Familien tragen würden. Es brauche Frauen „mit großen Herzen“. Bischof Küng sei froh über das viele Engagement der Katholischen Frauenbewegung.

Die niederösterreichische Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister überbrachte offizielle Grußworte des Landes. 2018 sei ein großes Gedenkjahr (1848, 1918, 1938), so solle man sich auch an große Frauenpersönlichkeiten erinnern. Vieles an Gleichstellung sei schon erreicht werden, Ziel sei es allen Menschen die gleichen Chancen zu geben. Niederösterreich wäre weniger solidarisch und lebenswert ohne das Wirken der Katholischen Frauenbewegung, so die Landesrätin. Die kfb stelle die Menschlichkeit ins Zentrum.

Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion (KA) der Diözese St. Pölten, freut sich über die vielen Aktivitäten der KA-Gliederung. Sie würde innerhalb der Kirche für viel Herzlichkeit sorgen, anders als bei Menschen sei bei der Frauenbewegung nicht an Ruhestand zu denken. Gerhard Reitzinger, Geistlicher Assistent der Pastoralen Dienste, betonte, dass die kfb in den Pfarren viel leisten. Dabei erinnerte er an den Spruch von Papst Franziskus „Vergesst die Freude nicht“. Auch wenn es vielleicht manchmal schwerfalle, aber er habe den Eindruck, die Frauenbewegung lebe diese Freude, zu der der Papst aufruft.

An der Feier nahmen neben den vielen Frauen, den ehemaligen Vorsitzenden und der kfb-Diözesanleitung ua. teil: Bischof Klaus Küng, kfb-Vorsitzende Anna Rosenberger, KA-Präsident Armin Haiderer, Kirche Bunt-Chefredakteurin Sonja Planitzer, Edith Habsburg-Lothringen (Seniorenpastoral), Generalvikar Eduard Gruber, Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, Sepp Eppensteiner (Diözesansportgemeinschaft), Sepp Riegler (Katholische Arbeitnehmerbewegung), Leopold Wimmer (Katholische Männerbewegung) oder Superintendent Lars Müller-Marienburg. Seitens der Politik kam Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Nationalrat Alois Rosenberger.