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40 Jahre mobile Pflege der Caritas in NÖ

Bischof Klaus Küng, Bereichsleiter Pflege Karl Enghauser, Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Caritasdirektor Hannes Ziselsberger und Weihbischof Anton Leichtfried (Foto: Caritas/Lahmer)

St. Pölten, 26.04.2018 (dsp) Seit 40 Jahren engagiert sich die Caritas der Diözese St. Pölten in der Pflege und Betreuung von hilfsbedürftigen Menschen daheim. Beim Festakt in der Fachhochschule St. Pölten dankten Bischof Klaus Küng und Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister der Caritas für die Pionierarbeit in der mobilen Pflege. Weihbischof Anton Leichtfried feierte mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas einen Festgottesdienst in der St. Pöltner Pfarrkirche Maria Lourdes.

Bischof Klaus betonte seine Dankbarkeit für die segensreiche Arbeit und den wesentlichen Dienst“ der Caritas Hauskrankenpflege: „In einer Zeit, in der durch gesellschaftliche Veränderungen die Versorgung älterer Menschen und chronisch Kranker oft nicht durch die Familie erfolgen kann, ist dieser Dienst als ein Zeichen der christlichen Botschaft der Nächstenliebe unersetzlich.“ Küng zitierte die heilige Teresa von Avila: „Ob jemand Gott liebt, kann man von außen schwer sagen. Aber ob jemand den anderen liebt, den Menschen neben sich, das sieht man sofort." Er dankte den Mitarbeiter/innen - besonders den ehrenamtlichen - für den Dienst am Menschen in oft schweren und herausfordernden Situationen.

„Die ersten, die von Veränderungen betroffen sind, sind die Angehörigen", sagte Weihbischof Leichtfried in seiner Predigt. „Das ganze Leben ändert sich - manchmal auf einen Schlag, manchmal langsam und schleichend." Pflegende Angehörige seien nicht sichtbar und plötzlich "nicht mehr da" für die Gesellschaft, für freunde, in der Gemeinde. In dieser Situation sei es wichtig, „dass es dann Unterstützung gibt, Hilfe von außen, Hilfe zuhause. Die Caritas Hauskrankenpflege hilft genau da."

800 Mitarbeiterinnen und mitarbeiter in 35 Sozialstationen

„Die MitarbeiterInnen der Caritas leisten seit 40 Jahren einen wichtigen Beitrag für pflegebedürftige, kranke und/oder alte Menschen und Personen, die ihre letzte Lebensphase bis zum Tod in der häuslichen Umgebung verbringen wollen“, betonte Caritasdirektor Hannes Ziselsberger.

Eine Arbeit für die auch die Unterstützung und der Dialog mit wichtigen Partnern aus Kirche, Politik und Wirtschaft notwendig ist. Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bedankte sich bei der Caritas für die ausgezeichnete Zusammenarbeit in den letzten Jahrzehnten: „Der Wert der Arbeit, den die Caritas Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier tagtäglich leisten, lässt sich gar nicht in Zahlen ausdrücken.“ Gleichzeitig versprach sie auch „an einer Lösung zur Anpassung der Gehälter in der mobilen Pflege an den stationären Bereich“ arbeiten zu wollen.

„99 % haben das Gefühl, dass die MitarbeiterInnen der Caritas der Diözese St. Pölten ihre KundInnen gerne pflegen und betreuen“, sagte Caritas Bereichsleiter Karl Enghauser bei der Präsentation der Ergebnisse einer aktuell durchgeführten KundInnenbefragung der Caritas der Diözese St. Pölten. 86 % der Befragten gaben an, mit der mobilen Pflege sehr zufrieden zu sein. 56 % der Befragten werden bereits mehr als 2 Jahre von der Caritas betreut und gepflegt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch das Buch „Leben ist Veränderung – Erinnerungen eines Quereinsteigers“ von Alt-Caritasdirektor Werner Scholz präsentiert. Darin beschreibt er unter anderem die Entstehung der mobilen Hauskrankenpflege in der Caritas Diözese St. Pölten

Bereits im Oktober 1978 übernahm die Caritas der Diözese St. Pölten gemeinsam mit dem Lions-Club in einem Nachbarschaftshilfeprojekt die ersten mobilen Betreuungen pflegebedürftiger Menschen. 10 Jahre später, 1988, wurden von 33 hauptamtlichen MitarbeiterInnen und 236 NachbarschaftshelferInnen mehr als 600 Menschen versorgt. Heute arbeiten in 35 Sozialstation in der Diözese St. Pölten mehr als 800 Mitarbeiterinnen im Bereich Betreuen und Pflegen zu Hause. Im vergangenen Jahr haben Sie knapp 4.500 KundInnen in mehr als 630.000 Einsatzstunden betreut. 

Caritas Pflege

Foto: Bischof Klaus Küng, Bereichsleiter Pflege Karl Enghauser, Soziallandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Caritasdirektor Hannes Ziselsberger und Weihbischof Anton Leichtfried (Foto: Caritas/Lahmer)