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264 Millionen Kinder gehen weltweit nicht zur Schule

Weltweit können 264 Millionen Kinder keine Schule besuchen. 61 Millionen davon sind im Grundschulalter. Auf diese dramatischen Zahlen hat die Caritas zum Start ihrer Februar-Sammlung für Kinder in Not aufmerksam gemacht.

"Diese Kinder können nicht zur Schule gehen, weil ihre Familien zu arm sind, weil die Schulen überfüllt oder zu weit entfernt sind, weil sie vor Krieg geflüchtet sind oder in einer Krisenregion leben", so Caritas-Auslandshilfechef Christoph Schweifer.

Viele Kinder müssten arbeiten, um das Einkommen ihrer Familie aufzubessern und hätten deshalb keine Zeit und Kraft für die Schule. Armut dürfe aber kein Grund sein, um nicht die Schule zu besuchen, betont Schweifer, denn: "Jedes Kind muss lernen dürfen - egal, wo und unter welchen Umständen es lebt. Bildung ist der beste Weg aus der Armut."

Laut Caritas könnten 60 Millionen Menschen weltweit der Armut entkommen, wenn sie nur zwei Jahre länger die Schule besuchen würden. Deshalb will die Hilfsorganisation im Rahmen ihrer Februar-Sammlung 50.000 Kinder beim Zugang zu Bildung unterstützen. Schwerpunktland ist heuer die Ukraine, wo seit 2014 im Osten des Landes ein blutiger Krieg tobt, mit verheerenden Auswirkungen auch auf die Bildungschancen unzähliger Kinder. Christoph Schweifer hat dieser Tage gemeinsam mit Caritas-Präsident Michael Landau in der Ostukraine Hilfsprojekte für Kinder besucht.

Laut UNESCO ist die Zahl der Kinder im Volksschulalter, die keine Schule besuchen, in den vergangenen Jahren in der Ukraine um 8,9 Prozent gestiegen. Insgesamt besuchen in Osteuropa rund 2,5 Millionen Kinder keine Volksschule.

Die heimische Caritas unterstützt u.a. weltweit mehr als 70 Kinderzentren, wo Kinder Hilfe beim Lernen und warme Mahlzeiten bekommen. Schweifer: "Pädagoginnen, Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen geben den Kindern Geborgenheit und Sicherheit. Die Kinder werden gefördert und gefordert. Sie haben Platz und Möglichkeit, ihre Schulaufgaben zu machen, sie können basteln oder musizieren - in einer geschützten Umgebung." 44 dieser Zentren befinden sich in Osteuropa, die anderen in Asien und Afrika. Damit könne man derzeit etwa 5.000 Kindern helfen, so Schweifer.

Caritas-Kinderzentren seien während und nach Kriegen und Katastrophen oft die einzigen Plätze, an denen sich Kinder sicher fühlen können, schildert Schweifer. Das treffe derzeit etwa besonders auf die Ukraine zu, wo bis zu 200.000 Kinder in den Kampfgebieten in der Ostukraine psychologische Hilfe brauchen, um ihre Traumata aufzuarbeiten.

(Caritas Februarsammlung-Spendenkonto: Erste Bank, IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560, Kennwort: Kinder in Not)