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200 Schüler bei Umweltjugendvernetzungstag im Stift Göttweig

Göttweig, 05.10.2018 (dsp) Beim Umweltjugendvernetzungstag im Benediktinerstift Göttweig holten sich über 200 Schülerinnen und Schüler neue Ideen und Impulse zur Bewahrung der Umwelt. Die Veranstaltung des Stiftes fand in Kooperation mit der Diözese St. Pölten, dem Jugendhaus Stift Göttweig, der Katholischen Jugend Österreichs, Pilgrim- und Öko-Schulen statt. Anlass war der Gedenktag des heiligen Franz von Assisi, das Ende der kirchlichen „Schöpfungszeit“.

Johannes Sieder, Geschäftsführer der Katholischen Jugend Österreichs, betonte: „Die Veranstaltung zeigte, dass Umwelt und Schöpfungsverantwortung Jugendlichen sehr wichtig ist.“ Umgekehrt wollen sich auch von der Politik, von der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft, dass sie sich mehr für Nachhaltigkeit einsetzen. Beim Umweltjugendvernetzungstag appellierten viele Schülerinnen und Schüler an Erwachsene mehr zu tun, „denn Klimawandel passiert“.

Hubert Gaisbauer, Autor zahlreicher „Franz von Assisi“-Bücher zeigte sich im Vortrag vom Heiligen inspiriert: „Das Leben des Fran von Assisi war von einer radikalen Entscheidung bestimmt: Der Abkehr von Ansehen, Reichtum und Vergnügungen.“ Er habe sich entschieden, sein Leben am Vorbild des Jesus von Nazaret zu orientieren, in Demut, Armut und im Dienst an den Armen. In der geschaffenen Welt, in der Schöpfung mit ihren Schätzen und ihrer Schönheit, sehe Franz von Assisi die liebende Zuwendung Gottes im Himmel. Gaisbauer: „Wir lernen von Franziskus, dass die Erde unsere Schwester ist, für die wir – solidarisch mit allen Menschen – Verantwortung tragen. Jeder Grashalm, jeder Wurm, jede Galaxie und jeder Mensch hat einen ganz bestimmten Platz im Plan Gottes.“ Gaisbauer erinnerte die Schüler daran, dass der jetzige Papst den Namen Franziskus angenommen habe, weil dieser glaube, dass „Franz von Assisi das Vorbild für die Achtsamkeit gegenüber dem Schwachen und für eine froh und authentisch gelebte ganzheitliche Ökologie ist“.

„Hausherr“ Abt Columban Luser sagte, dass die Schöpfungsverantwortung ein wichtiges Thema für das ganze Leben sei. Mit der Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus gebe es dazu ein gutes Leitbild, aber es bedürfe auch eines Umdenkens im Kopf. „Das beginnt bei jedem Einzelnen und nicht bei anderen. Alle müssten Verantwortung übernehmen, damit die Welt so wunderbar bleibt.“

Die Schülerinnen und Schüler zwischen 13 und 19 Jahren konnten aus zahlreichen Workshops auswählen. Themen waren Fairtrade, die Wichtigkeit von Wasser, „Zukunft ohne Hunger“, die „Umwelt-Enzyklika“ oder das Öko-Thema Windenergie. Als Abschluss feierten die Jugendlichen einen ökumenischen Gottesdienst.