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Vatikan betont Tragweite des Pariser Klimaabkommens

Während die US-Regierung am Donnerstag für Kopfschütteln sorgte, weil sie aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen will, hat der Vatikan dieses als richtigen Weg hervorgehoben. Das Abkommen von 2015 verstärke die Energiewende, womit auf lange Sicht Umweltkatastrophen verhindert würden.

Wo diese jedoch geschehen, müssten sie präziser prognostiziert werden können, damit "die Leute nicht zu sehr an den negativen Folgen leiden", sagte Tomasi, am Donnerstag bei der Weltnaturschutzkonferenz im mexikanischen Cancun. Die Konferenz habe aus diesem Blickpunkt der Prävention das Pariser Abkommen "stark unterstützt", unterstrich Tomasi.

Der Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, der argentinische Bischof Marcelo Sanchez Sorondo, hatte im Interview mit der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" erklärt, ein Ausstieg der USA wäre ein "Desaster für alle". Er vermutete hinter Trumps Gründen für eine solche Entscheidung Einflüsse der Öl-Industrie. Möglicherweise werde der US-Präsident von Erdöl-Lobbyisten "manövriert" und habe keine Möglichkeit, sich dem zu widersetzen - "vorausgesetzt er will dies". Generell steckten hinter der "absurden Entscheidung" wahrscheinlich finanzielle Interessen.

Laut dem argentinischen Kurienbischof wäre für das Ausscheiden der USA aus der Vereinbarung auch Trumps Vorgänger im Amt, Barack Obama, mitverantwortlich. Er habe seinem Nachfolger die Möglichkeit gelassen, sämtliche zum Klima getroffenen Vereinbarungen wieder ändern zu können.

(KAP, 02.06.2017)