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Ursula Kovar neue Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes

Jahreshauptversammlung des Katholischen Familienverbandes NÖ

St. Pölten, 15.10.2017 (dsp) 21 Jahre stand Josef Grubner dem Katholischen Familienverband Niederösterreichs vor. Mit der Amstettner Richterin Dr. Ursula Kovar gibt es nach der heutigen Wahl bei der Jahreshauptversammlung in der St. Pöltner Pfarre St. Kapistran eine neue Vorsitzende. Er erhielt für seine Verdienste Standing Ovations. Sie schenkte Josef Grubner anlässlich seines kürzlich begangenen 70ers einen symbolträchtigen Apfelbaum. Sie steht nun der größten parteiunabhängigen Organisation des Landes vor. Sie verstehe sich somit als Anwältin und Sprachrohr, damit die Familien und Kinder des Landes gehört und wahrgenommen werden.

Kovar kam 1960 zur Welt, hat eine erwachsene Tochter und ist verwitwet. Ihr Fachgebiet als Richterin ist das Familienrecht, sie war bereits im Familienverband der Erzdiözese Wien im Vorstand. Ihre Hobbys sind Reisen, Wandern, Gärtnern, Archäologie, Literatur, Theater und Schreiben.

Ihr ist der Begriff Familien-Gerechtigkeit sehr wichtig. Gesetze müssten entsprechend familiengerecht formuliert werden, damit Familien optimal unterstützt werden. Gesetze müssten so gestaltet werden, dass sie für spätere Generationen von Nutzen seien. Es sei auch ein großes Anliegen, dass pflegebedürftige Ältere unterstützt werden. Sowohl Kinder als auch ältere Menschen müssten von der Politik stärker wahrgenommen werden.

Am 14. Oktober endete eine Ära: der langjährige Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes Josef Grubner trat nach 21 Jahren nicht mehr zur Wahl an. Seit 1996 leitete er die größte parteiunabhängige Familienorganisation des Landes. Der Markersdorfer Grubner, der kürzlich 70 Jahre wurde, gilt damit als einer der längstdienenden "Familienlobbyisten" des Landes. Der elffache Großvater, der auch über Jahre als wichtiger Ansprechpartner in bildungspolitischen Fragen galt, ist auch Vorsitzender der Interessenvertretung der NÖ-Familien, dem Zusammenschluss aller niederösterreichischen Familienorganisationen.

Für sein Wirken wurde Grubner mit dem Komturkreuz zum päpstlichen Silvester-Orden überrascht, den ihm Familienbischof Klaus Küng überreichte. Küng feierte mit dem Katholischen Familienverband auch die Heilige Messe.

Astrid Ebenberger, Vize-Präsidentin des Katholischen Familienverbandes Österreichs: „Josef Grubner hat dem Familienverband eine kräftige Stimme gegeben, gerade auch medial.“ Die Familien seien die Keimzelle der Demokratie und trage die Gesellschaft und die Pfarren. Seine Stimme werde nicht verklingen, da er weiter für die IV NÖ-Familien tätig sein werde. Er werde weiterhin ein Stachel in der Politik zugunsten der Familien sein, meinte Ebenberger.

In das Präsidium wurden Markus Mucha, Christof Planitzer und Wolfgang Zarl gewählt.