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Unterzeichnung der Abtreibungsstatistik-Petition wieder möglich

Die Parlamentarische Bürgerinitiative "Fakten helfen!", die sich für eine anonyme Erhebung von Zahlen und Motiven zu Schwangerschaftsabbrüchen einsetzt, kann erneut auf der Parlaments-Website unterzeichnet werden. <--break->
www.fakten-helfen.at

Grund dafür ist, dass der Gesundheitsausschuss des Nationalrats in der letzten Legislaturperiode nicht mehr über die Petition entschied und diese nun - mit Start der neuen Gesetzgebungsperiode - neu verteilt und dem Petitionsausschuss zugewiesen wurde, teilte die "Aktion Leben" am Donnerstag mit. Von der neuen Regierung erwartete man eine sachgerechte und konstruktive Behandlung des Themas, die zudem "frei von jedweder Ideologie"  sein solle, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.

"Schnellstmöglich" solle das Parlament das Thema deshalb angehen, da die unbekannte Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Österreich ein dringliches Anliegen sei, erklärte "Aktion Leben"-Generalsekretärin Martina Kronthaler. "Pro Jahr gibt es je nach Schätzung zwischen 20.000 und 60.000 Schwangerschaftsabbrüche in Österreich. Diese Bandbreite spiegelt wider, wie groß das Nicht-Wissen ist - zum Schaden von Frauen und der Gesellschaft." Nur regelmäßig erhobene Zahlen könnten Tendenzen aufzeigen und erlaubten präventive Schwerpunkte und ihre Überprüfung.

Viele Online-Zustimmungen wären eine "Stärkung des Anliegens" und auch ein Zeichen für die neue Regierung, betonte Kronthaler. Die Bürgerinitiative, die sich außer der Statistik auch für eine unabhängige, freiwillige wissenschaftliche Erforschung der Motive für Abtreibung einsetzt, wurde bisher von 48.590 Personen auf Papier und 5.139 Personen online unterstützt, was sie zur stimmenstärksten seit vielen Jahren macht. Die große Zustimmung zeige, "wie bedeutsam dieses Thema für die Österreicherinnen und Österreicher ist", so die "Aktion Leben"-Generalsekretärin. Auch die Mehrheit der eingeholten Stellungnahmen - darunter die Ärztekammer und das Institut für Familienforschung - hätten sich dafür ausgesprochen.

(23.11.2017, KAP)