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Subregens Dlugoš: „Brücke zur Diözese“

Subregens Dr. Slavomír Dlugoš und Regens Dr. Richard Tatzreiter in der Bibliothek des Priesterseminars in Wien

St. Pölten, 27.11.2017 (dsp) Bischof Klaus Küng hat mit 1. September 2017 Dr. Slavomír Dlugoš als Subregens des Priesterseminars berufen. Mit dem neuen Subregens sprach Markus Michael Riccabona.

Wie sind Sie in die Diözese St. Pölten gekommen?

Ich komme aus der Diözese Zips in der Slowakei und bin auf Initiative von Abt Matthäus Nimmervoll als Kaplan nach Lilienfeld gekommen. Danach war ich als Moderator in Kaumberg und als Pfarrer in Ramsau wie auch in Hainfeld tätig. An der Uni Wien promovierte ich im Fachbereich Theologische Ethik bei Professor Virt. Ich verfasste meine Dissertation mit dem Titel „Sterben im Leben, Leben im Sterben. Existenzialethischer Zugang zum Sterbeprozess“. Während meines Studiums habe ich mich auch mit verschiedenen Themen der Bioethik auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang habe ich gemeinsam mit der jetzigen Dekanin der Theologischen Fakultät Univ.-Prof. Dr. Sigrid Müller auch den Verein „Bioethics in Central Europe“ (BCE) gegründet, der die Bioethiker aus zehn mittel- und osteuropäischen Ländern vernetzt. In diesem Jahr kam schließlich die Bitte von Bischof Klaus Küng, als Subregens im Priesterseminar tätig zu werden.

Wie ist das Priesterseminar in Wien aufgestellt?

Das Priesterseminar in Wien ist eine Ausbildungsgemeinschaft für drei Diözesen: St. Pölten, Eisenstadt und Wien. Unser gemeinsamer Regens ist Dr. Richard Tatzreiter. Außer mir fungieren noch zwei Subregenten, Mag. Markus Muth von der Diözese Wien und Mag. P. Lorenz Voith CSsR von der Diözese Eisenstadt, und zwei Spirituale, Dr. Peter Miscik und MMag. P. Michael Meßner SJ. Insgesamt gehören 52 Seminaristen zum Haus – Studenten, Praktikanten und Diakone. Aus der Diözese St. Pölten kommen elf Seminaristen, von denen derzeit drei im Haus wohnen, zwei im „Leopoldinum“ in Heiligenkreuz, zwei sind als Diakone in Pfarren, einer ist im Pfarrpraktikum, einer studiert in Linz und einer ist derzeit beurlaubt.

Was sind Ihre Aufgaben als Subregens?

Der Subregens unterstützt den Regens in der Leitung des Seminars. Er lebt mit den Seminaristen, begleitet und hilft ihnen, ihre Berufung zu erkennen und zu konkretisieren. Für die eigene Berufung ist zunächst jeder einzelne selbst verantwortlich. Für mich ist es deshalb wichtig, dass sich die Seminaristen in einer ehrlichen Selbstreflexion Gedanken machen, Antworten für sich selbst finden und zu einer verinnerlichten Theologie kommen. Ich verstehe mich dafür als Begleiter und lerne auch selbst sehr viel dabei.
Die Menschen wollen einen Priester, der eine Spiritualität hat und der sie begleitet. Sie wissen oft gar nicht mehr, was für eine Botschaft die Kirche eigentlich hat. Eine der wichtigsten Aufgaben der zukünftigen Priester wird es sein, die großartigste Botschaft der Welt zu den Menschen zu bringen, und das in einer Sprache, die sie verstehen und nachvollziehen können. Deswegen müssen wir hinaus aus unseren Räumen, um die Menschen zu erreichen. Zu den Aufgaben der Subregenten gehört auch eine ständige Ermutigung der Seminaristen, die Theologie ordentlich zu studieren, reflektieren und zu verinnerlichen.
Gemeinsam mit den St. Pöltner Seminaristen möchten wir auch eine Brücke zu unserer Diözese bauen. So haben wir begonnen, einzelne Pfarren zu besuchen, wo die Seminaristen über ihre Berufung sprechen und Zeugnis ablegen über ihren Weg zum Priestertum. Wir wollen auch das Bewusstsein fördern, wie wichtig das Gebet um Berufungen und für die Priester ist. Um dieses Gebet möchte ich auch jetzt in Namen aller Seminaristen bitten.

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