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St. Pöltner 25. „Fest der Begegnung“ schaffte Miteinander der Kulturen

Fest der Begegnung

St. Pölten, 10.09.2017 (dsp) In St. Pölten leben Menschen aus über 100 Nationen: von der großen türkischen Community bis zu den Neuseeländern, die eine Person zählt. Das zweitägige „Fest der Begegnung“ am 8. und 9. September am St. Pöltner Rathausplatz, das von der St. Pöltner Betriebsseelsorge organisiert wird, setzte damit ein Zeichen des Miteinanders und der Begegnung. Tausende Menschen kamen, um sich von indischen, arabischen, philippinischen oder iranischen kulinarischen Spezialitäten verwöhnen zu lassen. Und das bei den Klängen der Blaskapelle Marchviertel oder der serbischen Kindertanzgruppe.

Hauptorganisator und Betriebsseelsorger Sepp Gruber freute sich im Namen der Diözese St. Pölten über diese Initiative des Miteinanders zwischen den Religionen, Kulturen und Volksgruppen. Das Fest sei ein Zeichen, dass das Zweite Vatikanische Konzil lebe und großartige Früchte hervorbringe. Denn bei dem Konzil, das vor 50 Jahren beendet wurde, wurde auch der Wert der anderen Religionen hervorgehoben. Er hatte auch eine politische Botschaft: Das Hickhack um die Mindestsicherung sorge sicherlich nicht für ein Miteinander. Denn Solidarität sei wichtig für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft.
 
Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion der Diözese St. Pölten, erinnerte daran, dass laut Bibel alle Menschen die gleiche Würde hätten. Das Fest setze das von der Theorie in die Praxis um. Denn der Dialog und die Begegnung seien wichtige Faktoren für das Zusammenleben. Bei dem Fest funktioniere das wunderbar, Haiderer appellierte aber auch dazu, das in den Alltag umzulegen und gerade auch jene dazu zu motivierten, die mit Zuwanderung, Integration oder Zugehen auf die österreichische Bevölkerung ihre Probleme hätten.
 
Auch der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler betonte das Miteinander. Ohne dieses ginge es nicht, das Leben sei überdies zu wertvoll, als es mit Streit zu verbringen. Weiters würdigte er Sepp Gruber für dessen unermüdlichen Einsatz für das Zusammenleben in der Landeshauptstadt und für die Organisation des Festes. Viele bekannte Vertreter der Diözese waren beim Fest dabei: Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, Caritas-Direktor Hannes Ziselsberger, Superintendent Lars Müller-Marienburg oder Axel Isenbart, Generalsekretär der Katholischen Aktion.
 
Die „Feste der Begegnung“ in St. Pölten blicken auf eine lange Entwicklungsgeschichte seit 1997 zurück. Seit 2004 findet die Veranstaltung schließlich in Kooperation mit dem Programmkino Cinema Paradiso, dem Büro für Diversität der Stadt, der Katholischen Jugend u.a. in Form eines zwei-tägigen Events am Rathausplatz in St. Pölten statt. Die „gemeinsame Heimat“ lebten beim 25. ‚Fest der Begegnung‘ am Rathausplatz St. Pölten und im Cinema Paradiso Menschen aus 100 Nationen in St. Pölten – und sie brachten die vielfältigen Schätze aus ihren Traditionen mit. „Sie verwöhnten nicht nur kulinarisch mit Schmankerl aus ihren Herkunftsländern“, so Festkoordinator Stefan Heller, „sondern sie zeigten auch: Wer sich begegnet und miteinander ins Gespräch kommt, ist kein Fremder mehr“.