Erntekrone
Weinstöcke
Pilgergruppe
 
 

"Special Olympics": Hoffen auf inklusivere Gesellschaft

Auf die völker- und menschenverbindende Dimension des Sports hat der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz, in der Österreichischen Bischofskonferenz für den Bereich Sport verantwortlich, am Sonntag zum Auftakt der "Special Olympics World Winter Games 2017" in Schladming hingewiesen.

Bischof Schwarz betonte in seinem Grußwort beim Eröffnungsgottesdienst, die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler und ihre "großartigen Leistungen" seien gleichsam auch "deutliche Zeichen der Hoffnung für eine inklusivere Gesellschaft".

 

Bei den "Special Olympics" sei die Freude an der Bewegung in besonderer Weise spür- und erfahrbar, sagte Bischof Schwarz. Besonders deutlich sei auch, dass bei diesen Bewerben "individuelle Fähigkeiten und Talente zur Entfaltung kommen, die ohne den Sport vielleicht im Verborgenen geblieben wären". Es komme zu zahlreichen "zeugnishaften und stilbildenden Begegnungen", die deutlich zeigten, "wie respektvolles und vorurteilfreies Miteinander gelingt und vermeintliche Hindernisse überwunden werden können", so Schwarz.

 

In diesem Zusammenhang hob der Kärntner Bischof auch die Vorbildfunktion von Athletinnen und Athleten hervor. Diese Weltspiele, bei denen Barrieren und Vorurteile abgebaut würden, seien auch ein Signal für eine "vereinte Vielheit": Sport bringe die Menschen zusammen "und spiegelt gleichsam auch Werte des christlichen Glaubens wie Fairness, Respekt, Toleranz, Solidarität, Dankbarkeit im Sieg und auch Demut in der Niederlage wider".

 

Kirche ist seelsorglich präsent

 

Die ökumenische liturgische Feier am Sonntagmorgen in der katholischen Pfarrkirche Schladming wurde vom Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl gemeinsam mit dem steirischen evangelischen Superintendenten Hermann Miklas geleitet. Mitfeiernder war auch Österreichs "Olympiaseelsorger" P. Johannes Paul Chavanne, der auch bei zahlreichen weiteren Ereignissen im Lauf der Sportspiele präsent sein will.

 

Seelsorger der katholischen und auch der evangelischen Kirche sind während der "Special Olympics" für Bedürfnisse der Athleten und Gäste anwesend. Der katholische Pfarrer von Schladming, Andreas Lechner, wird während der Bewerbe als freiwilliger Helfer der Bergrettung im Pistendienst tätig sein, kündigte er auf "Kathpress"-Nachfrage an. Lehner war Teil der steirischen Abordnung bei der "Special Olympics"-Sonderaudienz von Papst Franziskus im Februar.

 

Die "Special Olympics World Winter Games" gelten als das weltweit größte Sport- und Sozialevent. Laut eigenen Angaben ist die 1968 gegründete Vereinigung mit nahezu fünf Millionen Athleten in 170 Ländern vertreten. Die vom Olympia-Komitee IOC anerkannten Spiele unterscheiden sich von den Paralympics dadurch, dass bei letzteren Menschen mit Körperbehinderung teilnehmen. Ziel der "Special-Olympics" ist der Beitrag zu einer "Welt der Inklusion und Gemeinschaft, in der jeder Einzelne akzeptiert und aufgenommen wird, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen".

 

Beim diesjährigen Wettkampf vom 14. bis 25. März in Graz, Schladming und Ramsau am Dachstein messen sich 2.700 Athleten mit intellektueller Beeinträchtigung aus 107 Nationen in verschiedenen Disziplinen. Neben den Zusehern werden auch 1.100 Trainer, 5.000 Familienmitglieder, 3.000 Freiwillige, 1.200 Ehrengäste, 800 Medienvertreter und 800 Teilnehmer eines begleitenden Kongresses an den drei Austragungsorten erwartet. Die offizielle Eröffnungsfeier im Schladminger Planai-Stadion mit 15.000 Zusehern fand bereits am Samstagabend statt. (Link: www.austria2017.org)