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"Sonntag der Völker" verwies auf minderjährige Flüchtlinge

St. Pölten, 24.09.2017 (dsp) Die Festmesse im St. Pöltner Dom zum "Sonntag der Völker" unter dem Motto: "Minderjährige Migranten- verletzlich und ohne Stimme" war wieder ein Zeichen gelebter Vielfalt und 'Katholizität' der Kirche vor Ort. Die kroatische Gemeinde St. Pölten, der philippinische Kulturverein NÖ, nigerianische Gläubige und eine ungarischstämmige Band gestalteten gemeinsam mit dem Koordinator der Fremdsprachigenseelsorge Sepp Gruber und Bischofsvikar Gerhard Reitzinger die Festmesse mit verschiedenen Liedern und Tänzen.


Spezialgäste waren jugendliche unbegleitete Flüchtlinge aus einem Caritasprojekt in Herzogenburg (bzw. aus Afghanistan), die gemeinsam mit ihrer Betreuerin Eva Schafranek das Theaterprojekt Shauparak (Farsi für Schmetterling) vorstellten, in dem sie seit über einem Jahr mitwirken. Es erzählt von ihren Erlebnissen der Flucht, der Suche nach einer neuen Heimat und dem Unterwegssein in die Zukunft. Die Kollekte wurde auch für dieses Theaterprojekt gespendet. Bischofsvikar Reitzinger wies in seiner Predigt auf die schwache Situation der jugendlichen Flüchtlinge hin, die unsere Aufnahme und Annahme in unsere Gesellschaft bräuchten. Mit Hinweis auf das heutige Evangelium vom Gutsherr, der seine Arbeiter alle gleich bezahlt für die verschieden lange Arbeit verwies er auf die Barmherzigkeit Gottes, der nicht nach Leistung beurteilt, sondern nach dem gleichen Bedürfnissen aller Menschen, auch der Schwächsten.
 
In der Agape im Kreuzgang des Dom wurde noch lange gemeinsam gegessen, getrunken und getrommelt.