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Sonderausstellung "Stift Geras und seine Pfarren" eröffnet

Sonderausstellung "Stift Geras und seine Pfarren" eröffnet

Geras, 17.05.2017 (dsp) Mit einem Festakt wurde die Sonderausstellung "Stift Geras und seine Pfarren - Orte, Menschen, Begegnungen im Seelsorgeraum Stift Geras" eröffnet. Die Schau soll über zwei Jahre laufen.

Das Dekanat Geras betreut 26 Pfarren, 21 davon befinden sich direkt im Dekanat. 14 Pfarren sind dem Stift Geras inkorporiert. Diese Ausstellung zeigt, was in dieser Region an kirchlichem und christlichem Engagement stattfindet. Als am "Rande der Welt gelegen" – so das Stift - mitunter belächelt, sprießt eine Vielzahl von Initiativen - spürbar in kleinen Einheiten, wie es hiesige Pfarrgemeinden sind: Chöre, Musikkapellen, Theatergruppen, Flüchtlingsbetreuung, "Essen auf Rädern", Krankenbesuche, Wallfahrten, Bikerfronleichnam, grenzüberschreitende Kontakte, Jugendlager, Fasten, Kräuterkurse.

In kleinen, überschaubaren Einheiten sei der direkte Kontakt, die unmittelbare Seelsorge, das kirchliche und christliche Engagement vielleicht eher möglich als im anonymen Großstadtbetrieb. "Der moderne Mensch im digitalen Zeitalter läuft Gefahr, seine Herkunft, Vergangenheit, seine Wurzeln zu vergessen. Eine Kultur des Vergessens bedeutet aber nicht Modernisierung, sondern Barbarei. Deshalb: Wenn wir uns all das Positive und Schöne in unseren Pfarren vor Augen halten und uns daran erinnern, wenn wir wissen, wie es dazu gekommen und warum es bedeutend ist, gibt es eine Chance, mutige Schritte in die Zukunft zu tun und die richtigen Weichen zu stellen", so der Initiator der Ausstellung, Prior Andreas J. Brandtner.

Die besondere Lage des Waldviertels - die ehemals "menschengeschützten" Grenzgebiete - bilden heute vielfach hervorragende Kernzonen für Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete, wie etwa den Nationalpark Thayatal. In einer Zeit, wo unzerstörte Landschaften immer seltener in Europa werden, ist diese Gegend eine "Naturoase von morgen". "Diese Gebiete werden die vorrangigen Attraktionen für Erholungsgebiete der Zukunft sein", ist Prior Brandtner überzeugt. Neues Heimatbewusstsein, intakte Natur und überschaubare Einheiten - damit soll die Welt für uns eine Vertraute bleibt, ein Versuch, uns mit unserer kulturellen Identität zukunftsfähig zu erhalten.