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Seitenstetten: Mutter Teresa-Begleiter Maasburg bei 450. Jugendvesper

Seitenstetten, 04.11.2017 (dsp) Zur bereits 450. Jugendvesper im Benediktinerstift Seitenstetten luden die jungen Ordensleute den früheren „Missio“-Nationaldirektor Msgr. Leo Maasburg ein. Maasburg war außerdem über sieben Jahre Begleiter der berühmten heiligen Mutter Teresa (1910-1997), die sich aufopferungsvoll um Sterbende und Arme im indischen Kalkutta gekümmert hat. Die Benediktiner: „Heilige weisen auf Gott hin und eines der besten Beispiele für Heilige ist Mutter Teresa gewesen. Heilig zu sein bedeutet, Gott den Platz einzuräumen, der er in unserem Leben verdient.“

 
Maasburg konnte zahlreiche Anekdoten über eine der bekanntesten Ordensfrauen erzählen. Mutter Teresa, die 2016 heiliggesprochen wurde, habe ihn daran erinnert, wie Jesus gewesen sein haben könnte. Sie sei dabei sowohl „ganz normal als auch ungewöhnlich gewesen“ und es habe Ambivalenzen gegeben, ein Beispiel: sie habe weiche Hände gehabt, aber einen starken Händedruck. Mit sich selber sei sie sehr streng gewesen, mit den Mitmenschen immer barmherzig. Bevor sie sich nachts eine Stunde dem Gebet widmete, habe sie zuvor noch die Betten der Kranken gemacht und überall mitangepackt. Mit einfachsten Gesten und Berührungen – etwa auf die Nase - habe sie oft den Bann brechen können und viele seien von ihr aus Rührung weinend weggegangen. Sie habe nie jemanden verurteilt, auch Mörder nicht. Gewalttäter hätten oftmals das Gespräch mit ihr gesucht und sie habe viele Begegnungen in Hochsicherheitsgefängnissen gehabt. Die gebürtige Mazedonierin sei immer dorthin gegangen, wo die Not am größten war und die Menschen nichts hatten. Vielfach sei sie angefeindet und angegriffen worden, doch sie habe niemals ein negatives Wort über andere verloren. Sie sei immer gewillt gewesen, in Frieden zu leben und zu verzeihen – trotz aller Härten im Leben. Als Heilige habe sie nie wen verurteilt.
 
Die Kirche müsse wieder lernen, die Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu verkünden, so Maasburg. Oft würden kleine Gesten helfen: etwa jemandem im Bus zuzulächeln. Das Zentrum sei bei Mutter Teresa immer Jesus – ihre erste und einzige Liebe - und das Gebet gewesen. Denn Menschen, die beten, seien Gott nahe. Sie habe zuerst Tabernakel geschaffen, und rundherum dann Leprastationen oder Einrichtungen für Kleinkinder. Mutter Teresa sei keine Managerin gewesen, sondern habe durch ihre Liebe und ihre Reinheit des Herzens so viel Großes geschaffen. Als Mutter Teresa starb, hatte sie Jesus 594 „Tabernakel gegeben“, wie sie die Gründung einer Niederlassung nannte. Heute seien viele weitere „Tabernakel“ dazu gekommen. Noch immer eröffnet ihre Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe etliche Niederlassungen. Dadurch werde Jesus auch heute noch in immer mehr Tabernakel unter den Ärmsten der Armen gegenwärtig. Ähnlich stehe es mit den Berufungen: Seit dem Tod von Mutter Teresa haben die Berufungen zugenommen und sich die Zahl der Schwestern von damals 3800 stark erhöht.