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Sanierung des Stiftes Lilienfeld geht weiter

Renovierung Stift Lilienfeld

10.07.2017 (dsp/KAP) In einer zweiten Etappe werden die Arbeiten an Dach und Fassade des Stiftes Lilienfeld 2017 fortgesetzt. Die Gesamtkosten dieses Abschnitts belaufen sich laut Aussendung der niederösterreichischen Landesregierung auf 1,5 Millionen Euro. Im November 2016 war man noch von 1,3 Millionen Euro ausgegangen. Auf Initiative der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat die Landesregierung eine Förderung in der Höhe von 377.700 Euro beschlossen. Die Mittel stammen aus der Denkmalpflege.

"Neben seiner spirituellen Bedeutung ist das Stift Lilienfeld auch ein hervorragendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst in Österreich", so Mikl-Leitner. Die Kostenbeteiligung solle "die substantielle Erneuerung einer der größten zisterziensischen Klosteranlagen Mitteleuropas" sicherstellen. Im Detail werden die Fassaden des Nordtraktes gereinigt und der Naturstein wird saniert. Alle Fenster werden als Holzkastenfenster neu hergestellt. Das Kupferdach über dem Nordturm wird ausgetauscht und die Nordseite des Prälatenhofs wird nach einer Dachstuhlsanierung neu eingedeckt.

Das Sanierungsprojekt läuft seit 2015. In der ersten Etappe der Bauarbeiten, in die 1,7 Millionen Euro investiert worden waren, wurden vor allem Westtrakt und Südturm renoviert. Ursprünglich waren hier Mängel an den Fenstern aufgefallen, bei genauerer Prüfung bemerkte man daraufhin den "desolaten Zustand" des Dachstuhls  und "morsches Holz" in den Mauerbänken, schreibt der ORF Niederösterreich. Außerdem wurde die barocke Stuckdecke im Festsaal des BG/BRG Lilienfeld, das im Stift untergebracht ist, gefestigt und statisch gesichert.

Der damalige Landeshauptmann Erwin Pröll betonte anlässlich der Zwischenbilanz des Projekts die Verantwortung, "auf dieses Juwel entsprechend zu achten". Das Land Niederösterreich steuerte zur ersten Bauphase 430.000 Euro bei. Pröll wies darauf hin, dass Niederösterreich jährlich etwa fünf Millionen Euro in die Denkmalpflege investieren würde, die "punktgenau in das Handwerk der jeweiligen Region" fließen würden, so der ORF Niederösterreich.