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Reformationsausstellung auf der Schallaburg

Ausstellungsplakat "Freyheit durch Bildung – 500 Jahre Reformation“

Melk, 10.04.2017 (dsp) In der Sonderausstellung „Freyheit durch Bildung – 500 Jahre Reformation“ widmet sich die Schallaburg den Bildungsidealen der Reformationszeit. Hans-Wilhelm von Losenstein, protestantischer Herr der Schallaburg, begründete im 16. Jahrhundert die „Hohe Schule“ zu Loosdorf, die durch ihr innovatives reformpädagogisches Konzept hervorstach.

Losenstein machte damit die Schallaburg und die umliegende Region zu einem Vorzeigeprojekt und Zentrum für Wissensaustausch und Neugierde. Ein ausgewogener Stundenplan, individuelle Förderung und Rücksichtnahme auf die persönliche Entwicklung sind nur ein paar ihrer zentralen Ideen. „Freyheit durch Bildung“ scheint heute kaum weniger aktuell als damals. „Die Schallaburg beleuchtet mit der Sonderausstellung sowohl die eigene Kulturgeschichte als auch das so wesentliche Thema Bildung und dessen Auswirkung auf unsere Gesellschaft“, sagte LH-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner bei der Eröffnung.

Die Ausstellung beleuchtet zentrale Fragestellungen der Reformation und deren Auswirkung auf das Heute: Warum war der evangelischen Kirche stets die Bildung ein Anliegen? Welche Konsequenzen hatten Luthers Lehren in Österreich, in Niederösterreich? Wie erfolgte der Glaubenswechsel und wurde er überhaupt aktiv wahrgenommen? Wie waren Religion und Herrschaft miteinander verbunden? Was machte die „Hohe Schule“ zu Loosdorf innovativ?

Ein wichtiges Anliegen Luthers war: Jeder Gläubige sollte die Heilige Schrift lesen können. Den Unterricht organisierten evangelische Städte oder Adelige, wie Hans-Wilhelm von Losenstein, der Herr der Schallaburg – auf eigene Kosten. „Die Ausstellung verbindet das geschichtliche Geschehen der Reformationszeit in Niederösterreich mit der Bildungsfrage und vermeidet dadurch eine rein historisierende Betrachtungsweise“, erklärte die inhaltliche Leiterin der Ausstellung, Helene Miklas.

www.schallaburg.at