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Propst Fürnsinn: "Zukunft wird von Versöhnung abhängen"

Propst Maximilian Fürnsinn

Dürnstein, 15.02.2017 (dsp/KAP) Eine besondere Herausforderung und Aufgabe der christlichen Kirchen ist es angesichts heutiger Krisen, zu Versöhnung beizutragen: Das hat der Herzogenburger Propst Maximilian Fürnsinn am Dienstag im Vorfeld des "Symposions Dürnstein" gegenüber "Kathpress" dargelegt. Fürnsinn ist ein Mitveranstalter der Tagung, die sich vom 9. bis 11. März dem Thema "Gesellschaft, Staat, Gewalt. Was uns zusammenhält" widmen wird.

Mit Krieg in vielen Regionen, Terror, Flucht und Völkerwanderung gebe es derzeit viele "Bedrohungsszenarien" und absehbare Veränderungen und Belastungen, sagte der Prälat. Auf Dauer funktioniere es nicht, darauf nur mit Überwachung und struktureller Gewalt zu reagieren. Es liege an den Glaubensgemeinschaften, hier eine "Botschaft des Vertrauens und der Versöhnung" zu liefern, da von diesen Grundhaltungen die Zukunft in hohem Maße abhängen werde. Die "großen Momenten" des Christentums wie die Liebe und Feindesliebe seien wieder gefragt.

Bereits heute würden vom Christentum wichtige Impulse für Versöhnung, gegenseitiges Verständnis und Frieden ausgehen, so Fürnsinn. Papst Franziskus spiele hier eine zentrale Rolle, doch sei es Aufgabe jedes Christen, ein "Ferment in der Welt heute" zu sein. Dass es zu dieser Haltung Jahrhunderte gebraucht habe, dürfe man besonders im Blick auf den Islam nicht vergessen, wo es eine ähnliche Entwicklung zu fördern gelte - "auch durch das Hinweisen auf konkrete Dinge, die schieflaufen", betonte der Herzogenburger Propst.

"Botschaft erwünscht"

Das Symposion Dürnstein ist eine Kooperation der NÖ Forschungs- und Bildungsgesellschaft, der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems und der Donau-Universität Krems. Seit seinen Anfängen 2010 habe es sich zu einem "Forum zur Auseinandersetzung über hochaktuelle Fragen" etabliert, zeigte sich Fürnsinn zufrieden über die hochkarätigen Referenten und das ständig wachsende Besucherinteresse. Themen waren zuletzt Risiko und Sicherheit, das gute Leben, Utopien sowie das Vertrauen. Besonders symbolkräftig sei die Verortung im dem Stift, das mit seinem markant blauen Turm als Wahrzeichen der Wachau gilt. "Man darf den Ort nicht allein dem Tourismus überlassen, sondern er soll auch dem Gespräch, dem Austausch und der Auseinandersetzung dienen. Von Dürnstein aus soll eine Botschaft ausgehen", so der Propst.

Ebenso wie das 1788 aufgelassene Kloster am Donauufer durch die Veranstaltungsreihe erneut zu einem Begegnungsort geworden ist, würden sich derzeit auch in etlichen weiteren Klöstern und Stiften Österreichs neue Gesprächsforen bilden. Fürnsinn: "Viele Menschen finden aufgrund dieser Offenheit zu den Klöstern. Dazu trägt auch bei, dass sie eine gewisse Ausstrahlung haben als Orte der Großzügigkeit und Gastlichkeit, des Geistlichen und Geistigen."

www.symposionduernstein.at