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Progromgedenken und Projektabschluss „Unsere vertriebenen Nachbarn“

Zerstörte SYnagoge von St. Pölten (Foto: Institut für Jüdische Geschichte Österreichs

St. Pölten, 05.11.2017 (dsp) Am Jahrestag der Reichspogromnacht 1938 schließt das Institut für Jüdische Geschichte gemeinsam mit dem Bildungshaus St. Hippolyt mit einem kurzen Gedenken und einer Ergebnispräsentation das Top Citizen Science-Projekt „Unsere vertriebenen Nachbarn“ ab. Die Historiker Dr. Christoph Lind und Dr. Philipp Mettauer präsentieren Erfahrungen und Ergebnisse, Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Projekt-Workshops sprechen über ihre Eindrücke und Dr. Martha Keil gibt einen Ausblick auf Forschung und Gedenken.

Seit Februar 2017 wurden bei regelmäßigen Treffen Informationen über Juden im NÖ Zentralraum gesammelt, an die Historiker nur schwer oder gar nicht herankommen: autobiographische Quellen, private Geschäftspapiere und vor allem Informationen aus der familiären Kommunikation. Forschungsthemen waren die vielfältigen Aspekte des christlich-jüdischen Zusammenlebens vor dem Krieg – Nachbarschaft, Freundschaft, Schule, Vereine, Berufs- und Alltagsleben –, die Gewalt im Nationalsozialismus und eventuelle Fortsetzungen der Beziehungen nach 1945.

Die Abschlussveranstaltung des Projektes beginnt am Donnerstag, den 9. November, um18.30 Uhr in der ehemalige Synagoge mit einem Gedenken an die vernichtete jüdische Gemeinde St. Pölten. Beim Gedenkstein können Lichter entzündet werden. Im Bildungshaus St. Hippolyt werden ab 19.00 Uhr die Forschungsergebnisse präsentiert.