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Papst erinnert Kirche an Missionsauftrag

Papst Franziskus will Katholiken für die Glaubensweitergabe mobilisieren: Die Welt sei "grundlegend auf das Evangelium Jesu Christi angewiesen", heißt es in der an Pfingsten veröffentlichten Botschaft zum Weltmissionssonntag, der im Oktober begangen wird. Durch die Kirche führe Jesus seine Mission als Barmherziger Samariter fort, indem er die "blutenden Wunden der Menschheit" heile.

Die Botschaft zum nächsten Sonntag der Weltmission steht unter dem Titel "Mission im Herzen des christlichen Glaubens". Der katholische Aktionstag wird weltweit am 22. Oktober begangen.

Die Kirche sei "ihrem Wesen nach missionarisch", schreibt der Papst. "Wäre sie dies nicht, dann wäre sie nicht mehr die Kirche Christi, sondern ein Verein unter vielen anderen, der sein Ziel bald erreicht hätte und dann verschwinden würde." Bei der Mission gehe es nicht um die Verbreitung einer religiösen Ideologie oder einer hohen Ethik. Am Anfang des Christseins stehe die Begegnung mit der Person Jesu, der dem Leben "einen neuen Horizont und damit seine entscheidende Richtung" gebe, so Franziskus.

Der christliche Glaube befreie von jeder Form des Egoismus und könne Abschottung, Konflikte, Rassismus und Stammesdenken überwinden. Notwendig sei dafür "eine Bereitschaft zum fortwährenden Pilgern durch die verschiedenen Wüsten des Lebens, durch die verschiedenen Formen des Hungers und des Durstes nach Wahrheit und Gerechtigkeit". Von den Gläubigen verlangt der Papst, "hinauszugehen aus der eigenen Bequemlichkeit und den Mut zu haben, alle Randgebiete zu erreichen, die das Licht des Evangeliums brauchen".

Nachdrücklich warnt Franziskus in seiner Botschaft die Kirche vor Verschlossenheit und einem Festklammern an eigenen Sicherheiten. "Eine selbstbezogene Kirche, die sich über irdische Erfolge freut, ist nicht die Kirche Christi, sein gekreuzigter und verherrlichter Leib."

Die Päpstlichen Missionswerke seien unter anderem mit ihrem Bildungsengagement ein "wertvolles Instrument", die Glaubensverbreitung durch die Gemeinden zu fördern. Junge Menschen nennt der Papst "die Hoffnung der Mission". Die Person Jesu und sein Evangelium faszinierten auch heute viele Jugendliche. Die nächste Bischofssynode 2018 habe daher das Ziel, "junge Menschen für die gemeinsame missionarische Verantwortung zu begeistern". Diese Aufgabe brauche die Fantasie und Kreativität der neuen Generation, so der Papst.

(04.06.2017, KAP)