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Papst: Bibel so oft in die Hand nehmen wie ein Handy

Papst Franziskus wünscht sich, dass Katholiken immer eine Taschenausgabe des Evangeliums bei sich haben und der Bibel so viel Aufmerksamkeit schenken wie ihrem Handy. Dieser Vergleich sei zwar paradox, bringe aber zum Nachdenken, sagte er beim traditionellen Angelus-Gebet auf dem Petersplatz in Rom.

Wörtlich fuhr er fort: "Was würde geschehen, wenn wir die Bibel genauso behandeln wie unser Mobiltelefon? Wenn wir umkehren, um die Bibel zu holen, weil wir sie zu Hause haben liegen lassen, wenn wir sie mehrmals am Tag zur Hand nehmen, wenn wir die Botschaften Gottes in der Bibel lesen, wie wir die Botschaften auf dem Handy lesen?"

In seiner Ansprache am ersten Fastensonntag rief der Papst dazu auf, in der Fastenzeit häufiger in der Bibel zu lesen. Er berief sich hierbei auf den Evangeliumstext vom Sonntag. Darin heißt es, Jesus habe den Satan, der ihn in Versuchung führen wollte, "mit dem Schild des Wortes Gottes" abgewehrt. Die 40 Tage Jesu in der Wüste seien das Vorbild der christlichen Fastenzeit, in der Christen dazu aufgerufen sind, "den Spuren Jesu zu folgen und den geistlichen Kampf gegen das Böse mit dem Wort Gottes zu führen", so Franziskus. Aus diesem Grund brauche es Vertrautheit mit der Bibel.

Nach dem Angelus bat der Papst die Gläubigen auf dem Petersplatz um das Gebet für seine Fastenexerzitien, die er an diesem Sonntagabend gemeinsam mit den Spitzen der Kurie in Ariccia beginnt. Exerzitienmeister ist in diesem Jahr der italienische Franziskanerpater Giulio Michelini. Wie üblich entfallen während der bis 10. März angesetzten Fastenexerzitien sämtliche Papstaudienzen, darunter auch die jeweils Mittwoch stattfindende Generalaudienz.

(KAP, 05.03.2017)