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NÖ: Caritas sucht dringend Personal in der mobilen Pflege

Caritas-Pressegespräch

St. Pölten, 31.08.2017 (dsp) Bei der mobilen Pflege herrscht akuter Personalmangel, berichtete die Caritas der Diözese St. Pölten bei einem Pressegespräch. Die Caritas und andere niederösterreichische Organisationen suchen dringend neue Pflegekräfte. In Niederösterreich sind derzeit 260 freie Dienstposten in diesem Bereich ausgeschrieben.

Die Zahl der älteren Menschen steigt und damit auch der Pflegebedarf. Die mobile Pflege gilt als wichtige Alternative zu einem Heim, weil die pflegebedürftigen Menschen dabei zu Hause betreut werden können, informiert die Caritas. 85 Prozent der älteren Menschen wollen solange wie möglich in den eigenen vier Wänden gepflegt werden. Für den steigenden Bedarf reicht die Zahl der mobilen Pflegerinnen aber kaum aus.

„In den eigenen vier Wänden alt werden zu können ist nicht nur ein oft gebrauchtes Zitat, sondern tatsächlich der Wunsch vieler Menschen. Um diesen Wunsch zu erfüllen, braucht es auch Unterstützung. Hier wird einerseits vieles im Familienverband übernommen – die Familien sind immer noch der größte Anbieter von Pflegedienstleistungen in Österreich, das darf nicht verschwiegen werden“, so Hannes Ziselsberger, Direktor der Caritas der Diözese St. Pölten. Andererseits seien es die Mitarbeiter/innen der mobilen Hauskrankenpflege und Betreuung zu Hause, die hier Möglichkeiten schaffen. Er erinnert daran, dass es jetzt schon über 500.000 Österreicherinnen und Österreicher gibt, die über 80 Jahre sind. In 30 Jahren werden es weit über eine Million sein. Für die Caritas betont Ziselsberger auch, dass man im Rahmen der qualitativ hochwertigen Ausbildung vor allem auf die menschliche Komponente setze.

Die Caritas St. Pölten betreut mit 800 Mitarbeiterinnen mehr als 2.700 Menschen. Nun will man mit einer Informationsoffensive – via Plakatkampagne, Facebook und Medien - neue Pflegekräfte gewinnen. „Wir als Caritas sind sehr bemüht, qualifizierte Kräfte in der Pflege zu finden“, sagt Caritas-Personalchef Peter Mossgöller. „Das gestaltet sich schwierig.“