Entzündung der 2. Kerze am Adventkranz
Krippenschau im Diözesanmuseum
Winterwald
 
 

Liturgiestudientag: 150 Teilnehmende holten sich neue Impulse für Gottesdienst-Gestaltung

Liturgiestudientag in St. Pölten

St. Pölten, 07.11.2017 (dsp) Der Liturgiestudientag für Kinder-, Jugend- und Familiengottesdienste der Diözese St. Pölten im Bildungshaus St. Hippolyt thematisierte heuer die schwierigen Lebensthemen wie Verlust, Loslassen, Trauer, Tod, Abschiednehmen und Neuanfang. Dazu würden etwa der Auszug der Kinder oder der Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen zählen. Über 150 – meist junge – Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum Vortrag des Innsbrucker Theologen und Buchautor Hannes Wechner und konnten aus 16 praxisnahen Workshops auswählen.

Religionspädagogen sowie Jungschar- und Katholische Jugend-Vertreterinnen in den Pfarren würden immer wieder auf das Thema Trauer angesprochen und so hätten sich die Organisatoren des Liturgiestudientages für diesen schwierigen Schwerpunkt entschieden. „Es gibt dazu oft Hilf- und Sprachlosigkeit, daher sei es wichtig, den vielen Anfragen gut vorbereitet zu begegnen“, so Hauptorganisatorin Angelika Widrich, von der diözesanen Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie. Sie berichtet von den sehr positiven Rückmeldungen, es sei ein großer Bedarf zum Wissen über das Thema.

Referent Wechner führte unter dem Titel „Jedem Abschied wohnt ein Zauber inne“ aus, dass wir als Kirche mithelfen sollten, Lebenswenden als Prozess zu begleiten: etwa in Pfarrrunden, durch die Sakramente und durch Seelsorge. Hier seien Rituale bedeutend. Sie würden helfen, den Alltag zu strukturieren, markieren Wendepunkte des Lebens und sind Auszeiten im Leben

Der Tod junger Menschen mache besonders betroffen. Die trauernden Jugendlichen selbst seien oft ebenso sprach- und ratlos wie Eltern und Freunde. Jugendliche wüssten oft nicht, woran sie sich in ihrer Trauer orientieren sollen, so Wechner. Der Tod passe nicht in das Lebenskonzept junger Menschen, darum werfe sie ein Todesfall oft aus der Schiene. Religiöse Rituale rund ums Sterben seien den Jugendlichen aber oft fremd. Dabei könnten gerade auch Seelsorger helfen, wenngleich gerade das Gespräch mit anderen Jugendlichen für junge Trauernde bedeutsam sei. Wichtig sei, trauernden Jugendlichen zuzuhören und nichts zu beschönigen. Jugendliche brauchen Rituale, in denen sie selbst etwas tun und aktiv werden können, sagt der Tiroler Theologe, der viel mit Jugendlichen zusammenarbeitet. Ein Beispiel dafür sei das Schreiben und anschließende Verbrennen eines Briefes an den Verstorbenen. Es brauche auch Orte des Erinnerns, allerdings sei das bei Jugendlichen oft nicht der Friedhof, sondern etwa der Ort eines Unfalls.

Kreativ und praxisbezogen war das Workshop-Angebot, eine Auswahl: Wie gestalte ich Krabbel-Gottesdienste? „Die besten Beerdigungen der Welt“, Gestaltung der „Nacht der 1000 Lichter“, „Erkunden Sie völlig neue Kreuz-Wege – mit dem Smartphone!“ oder Lieder angesichts von Tod und Trauer.

Bischof Küng bei Liturgiestudientag: Liturgie führt hin zum Geheimnis Gottes
 
Diözesanbischof Klaus Küng sprach beim Liturgiestudientag der Diözese St. Pölten im Bildungshaus St. Hippolyt über die Bedeutung der Liturgie. Liturgie führe hin zum Geheimnis Gottes und dass Gott Mensch geworden sei. Generell bewege sich Liturgie immer an der Grenze zum Geheimnis und zum Unsichtbaren.

Veranstaltet wurde der Liturgiestudientag von den Pastoralen Diensten in Kooperation mit der Kirchlich-Pädagogischen Hochschule Krems, der Katholischen Jungschar, der Katholischen Jugend, mit dem Bildungshaus St. Hippolyt, der Fachstelle Liturgie, der diözesanen Fachstelle Beziehung-Ehe-Familie und der Buchhandlung Herder-Zach.