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Lebensschutz: Papst sendet Grußwort an "Pro Life Tour"

Jedes Kind hat "schon vor der Geburt eine unantastbare Würde", über die der Mensch niemals verfügen könne. Deshalb betrachtet Papst Franziskus Abtreibung als "ein Verbrechen, ein absolutes Übel", wie auch seinem Solidaritätstelegramm an die  österreichischen Veranstalter der derzeit laufenden "Pro Life Tour" hervorgeht.

Zwei Wochen lang, von 5. bis 20. August, ziehen hunderte Jugendliche zu Fuß von Graz nach Wien, um "eine gemeinsame Vision wahr werden zu lassen: ein Österreich, in dem Kinder geschützt sind, Frauen unterstützt werden und Abtreibung sich erübrigt hat".

Übermittelt wurde die von Erzbischof Angelo Becciu unterzeichnete Solidaritätsbekundung des Papstes an "Jugend für das Leben" kurz vor dem Start der Tour durch den Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen. Der Vatikan-Diplomat bekundete in seinem Schreiben auch selbst - wie davor auch schon Kardinal Christoph Schönborn und die Bischöfe Wilhelm Krautwaschl (Graz), Franz Scharl und Stephan Turnovszky (beide Wien) - seine Unterstützung und Segenswünsche für die Lebensschutz-Initiative.

Seine Verurteilung der Abtreibung als "Verbrechen" hatte Papst Franziskus im Februar 2016 bei der "fliegenden Pressekonferenz" nach seiner Mexiko-Reise geäußert. Im Telegramm aus dem Vatikan erinnert Erzbischof Becciu außerdem an die Papstenzyklika "Laudato si", wo Franziskus betont: "Die Schwachen anzunehmen beginnt damit, den menschlichen Embryo zu schützen. Wo das Leben in seinen Anfängen nicht geachtet wird, verdorren auch andere, für das gesellschaftliche Leben hilfreiche Formen der Annahme."

Am 5. August in Graz aufgebrochen

Am 5. August startete "Jugend für das Leben" die diesjährige "Pro Life Tour" in Graz mit einer Kundgebung auf dem Platz für Menschenrechte. Die teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen bewältigen derzeit die 200 Kilometer nach Wien zu Fuß. "Jugend für das Leben" strebt ein Österreich an, in dem Abtreibung durch "echte Hilfe" für Frauen im Schwangerschaftskonflikt obsolet wird.

Besonderes Augenmerk liegt dieses Jahr auf Babys mit Behinderung; explizit abgelehnt wird die in Österreich gesetzlich mögliche und zugleich umstrittene Spätabtreibung bis zur Geburt. Laut Myroslava Mashkarynets, Pressesprecherin von "Jugend für das Leben", werden dadurch neun von zehn Kindern mit Downsyndrom "ausgesondert". Das Grußwort des Papstes bestärke die Forderung nach einem Verbot der Spätabtreibung.

www.jugendfuerdasleben.at